The Higher You Fly...

„The Higher You Fly …“ ist ein Jugendroman der Autorin Marina Paunovic. Er erschien am 14. September 2019 und behandelt bipolare Erkrankungen.

Inhalt

Jannik ist 20 und manisch-depressiv. Mal himmelhoch jauchzend, dann zu Boden betrübt. Seine Welt ist die Musik, die ihm einen Raum zum Abschalten und Runterkommen bietet. Als die 16-jährige Emilia in sein Leben tritt, glaubt er, sein Gespenst kontrollieren zu können. Doch der Schein trügt: Bald finden sich Jannik, Emilia und ihre Freunde in einem Strudel aus Emotionen wieder … Emilia konfrontiert Jannik mit einem Ultimatum: Entweder er setzt seine Therapie fort und nimmt seine Medikamente, oder sie geht. Widerwillig stimmt Jannik zu – unter der Bedingung, dass sie ebenfalls zur Therapie geht, um die Probleme gemeinsam anzugehen.

Rezension: „The Higher You Fly …“

Die Geschichte um Jannik und Emilia wird von zwei Ich-Erzählern aus der Perspektive der Protagonisten erzählt. Auf diese Weise kommen wir als Lesende nah an die Charaktere heran und fühlen mit ihnen mit. Wir erleben, welche Gedanken und Gefühle in ihnen toben, wie sie aufeinander reagieren. In der Therapie erzählen Jannik und Emilia, wie sie sich kennenlernten und was in dem einen Jahr zwischen Kennenlernen und Therapiebeginn geschah.

Für ungeduldige Leser können diese Erzählungen langatmig wirken – ich war wirklich froh, als es in Kapitel 28 endlich mit der Gegenwart weiterging. Meines Empfindens nach waren die Erzählungen der Vergangenheit zu lang: Es hätten weniger Kapitel sein können; mit den Charakteren und deren Persönlichkeit war ich bereits vertraut, sodass es keiner weiteren Beschreibung bedarf. Ich hätte mich gefreut, wenn wir mehr darüber erfahren hätten, wie Emilia und Jannik mit der Erkrankung umgehen, statt seitenlanger Erzählungen über die Vergangenheit.

Die Autorin ist mutig, eine psychische Erkrankung als Thema ihres Romans zu verwenden. Die manisch-depressiven Phasen sind eindrücklich geschildert; negativ fiel mir einzig auf, dass Jannik alle Symptome dieser Erkrankung besitzt. Die meisten Patienten einer Erkrankung zeigen nur ausgewählte oder wechselnde Symptome, aber selten alle gleichzeitig.

„The Higher You Fly …“ enthält zahlreiche positiv gestimmte Botschaften, allen voran jene, dass es für Erkrankte und ihr Umfeld möglich ist, mit der Erkrankung umzugehen – wenn sie dafür bereit sind und es zulassen: „Wir alle verlieren uns, um uns wieder zu finden. Nur so können wir verstehen, wer wir eigentlich wirklich sind. Und noch wichtiger: Wer wir eigentlich sein wollen.“ Die Botschaften empfand ich als ausgesprochen motivierend – jeder kennt vermutlich jemanden in seinem Umfeld, der von einer Krankheit betroffen ist, egal, ob es sich dabei um die in „The Higher You Fly …“ behandelte dreht.

Fazit

Insgesamt hat die Autorin einen Jugendroman geschaffen, der das Thema bipolare Erkrankung einfühlsam aufgreift. Die Protagonisten und Nebenfiguren sind deutlich ausgearbeitet; ihre Handlungen können leicht nachvollzogen werden. Eine Empfehlung für alle, die sich für das Thema interessieren oder eine erkrankte Person im Umfeld habe.

4/5 ⭐

Du möchtest mehr über psychische Erkrankungen erfahren? Schau bei meiner Kurzgeschichte „Joachim“ vorbei!

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Spanien zählt 17 autonome Regionen mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Deshalb gab es bereits in der Frühen Neuzeit zahlreiche Speisen und Getränke. Während das Frühstück eher unwichtig war und dementsprechend klein ausfiel, wurden mittags und abends 2 Gänge auf den Tischen serviert. Ein deftiges Gericht war  z. B. die Auberginen-Kasserolle. Weiter unten findest du ein Rezept zum Nachkochen.  Nach den Gängen servierten die Köche eine reichhaltige Nachspeise.

Zu den Zutaten gehörten:

  • Vögel
  • Säugetiere
  • Fische und Meeresfrüchte
  • Obst und Gemüse
  • Eier und Milch
  • Getreide

Neben frischen oder gekochten Speisen waren getrocknete Früchte beliebt. Die Speisen wurden mit verschiedenen Saucen und Kräutern verfeinert.

Vögel

Pfaue, Fasane, Kraniche, Gänse, Trappen, Enten, Moorhühner, Rebhühner, Tauben, Wachteln, Blässhühner, Möwen, Drosseln, Schwalben, Hähne, Hühner, Reiher, Spatzen

Säugetiere

Ochsen, Kühe, Hirsche, Damhirsche, Rehe, Gazellen, Hasen, Kaninchen, Bergziegen, Winschweine, Spanferkel, Schafe, Kamele, Otter, Igel, Dachse

Fische

Wale, Rotmulle, Rochen, Nadelfisch, Aale, Muräne, Hechte, Steinbutt, Flunder, Lachse, Goldkopf, Brassen, Barben, Forellen, Sardinen, Elritzen, Hummer, Garnelen, Makrelen, Fliegende Fische, Austern, Muscheln, Schnecken, Schildkröten

Obst

Melonen, Zitronen, Gurken, Granatäpfel, Feigen, Grapefruits und Orangen, Birnen, Pfirsiche, Maulbeerfeigen

Nüsse und Kerne

Walnüsse, Kastanien, Haselnüsse, Eichelnüsse, Pinienkerne, Pistazien

Kräuter

Mariendistel, Brennnesseln, Borretsch, Petersilie, Salbei, Fenchel, Anis, Kümmel, Senf, Malven

Gemüse:

Karotten, Artischocken, Kopfsalat, Rüben, Zwiebeln, Knoblauch, Kapern, Kohl, Rote Bete, Staudensellerie, Rucola

Mit diesen Zutaten wurden zahlreiche Gerichte kreiert, darunter die Auberginen-Kasserolle. Diese kannst du mit dem folgenden Rezept nachkochen.

Auberginen-Kasserolle

Für 4 Personen
Leicht
1,5 h Zubereitungszeit

Zutaten

2 kg gewürfelte Auberginen
1 gehackte Zwiebel
4 geschlagene Eier
100 ml Olivenöl
4 EL Semmelbrösel
Geriebener Ziegenkäse
4 EL Rosmarin-Honig
1 EL Oregano
½ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL Salz

Zubereitung

  1. Erhitze das Öl in einer Pfanne und brate darin die Zwiebeln an. Gib die Auberginen dazu, decke die Pfanne ab und brate alles bei niedriger Hitze. Rühre während des Bratens ab und zu um.
  2. Sobald die Auberginen weich sind, nimm die Pfanne vom Herd und lasse sie ca. 30 Minuten abkühlen. Kurz bevor die Auberginen kalt sind, gebe die geschlagenen Eier, die Semmelbrösel und die Gewürze Oregano, Pfeffer und Salz hinzu.
  3. Je nach Ofenart solltest du deinen Ofen nun auf 180 grad vorheizen. Neuere Öfen müssen nicht vorgeheizt werden.
  4. Fülle jetzt den Pfanneninhalt in eine Pfanne mit flachem Boden oder in eine Auflaufform um. Die Schicht Auberginen bedeckst du anschließend mit weiteren Semmelbröseln. Darauf schichtest du den geriebenen Ziegenkäse. Dann tröpfelst du die Rosmarin-Honig-Mischung auf den Käse. Die Pfanne oder Auflaufform bäckt nun für 20 bis 25 Minuten bei 180 Grad im Ofen.
  5. Schau nach, ob deine Auberginen-Kasserolle fertig ist. Falls ja, lass sie 10 Minuten ruhen und serviere sie dann, indem du sie vorsichtig in Stücke schneidest, sodass sie nicht bricht.

Wenn du ein irisches Rezept probieren möchtest, dann empfehle ich dir das traditionelle Colcannon!

Literatur

Redondo Buey, Patricia (2014): El arte de cozina de Diego Granado (1599), primer libro de cocina en lengua castellana. Universidad de Valladolid. Facultad de Medicina.

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Bauern, Dreifelderwirtschaft, Grafen, Könige – davon hast du schon mal gehört. Doch dass die Frühe Neuzeit den Weg geebnet hat für die Welt, in der wir heute leben, hat dir in der Schule niemand beigebracht.

In diesem Beitrag frischen wir diese Lücke auf – denn Geschichte ist mehr als ein trockenes Unterrichtsfach!

Kolonialisierung in der Frühen Neuzeit

Das Mittelalter endete im 15. Jahrhundert. Danach folgte die Frühe Neuzeit, sie reichte bis ins 18./19. Jahrhundert hinein.

Während dieser Zeit gab es bedeutende Umbrüche: Die Europäer besiedelten Amerika und die Inselgruppen um Indonesien und die Philippinen; tausende Einheimische kamen ums Leben. Die meisten nicht durch Gewalt, sondern wegen der eingeschleppten Krankheiten.

Wer überlebte, wurde wie ein Sklave behandelt; der indigenen Bevölkerung wurden die Menschenrechte aberkannt. Nur die Europäer hatten das Recht auf den 1. Artikel des Grundgesetztes: Die Würde derjenigen, denen das Land gehörte, war antastbar.

Stärkung der Bauern im Westen …

In Westeuropa begann die sogenannte „Kommerzialisierung“: Die Grundherrschaft verschwand; Bauern konnten Pachtverträge abschließen und ihr Land sogar vererben. In den Städten errichtete man Gärten, sodass auch Städter Grundnahrungsmittel anbauen konnten. Die Einheit zwischen Hintersasse (Bauer) und Herr löste sich auf.

… Versklavung im Osten

In Mittel- und Osteuropa dagegen trat die „Refeudalisierung“ ein: Die Grundherrschaft wechselte zur Gutsherrschaft – die Menschen wurden wieder stärker wie Untertanen behandelt, sie waren abhängig von ihren Herren. Getreide und Vieh wurde aus Ost- und Mitteleuropa in den Westen exportiert, hauptsächlich in das Alte Reich (heute Deutschland) und z. B. Ungarn.

Während der Westen besser dran war, litt der Osten unter dem System. Wer nun an Ost- und Westdeutschland bzw. Berlin denkt, liegt damit gar nicht mal so falsch: Ähnliche Strukturen ziehen sich bereits seit der Frühen Neuzeit durch Europa – unsere Geschichte ist ein Teil von uns!

Hungersnot und Krankheit

Die Menschen in der Frühen Neuzeit, besonders im 16. und 17. Jahrhundert, wurden von anhaltenden Hungersnöten gebeutelt. Missernten, Kriege und Krankheiten führten zu zahlreichen Toten und einem Rückgang der Bevölkerung.

Missernten führten zu hohen Preisen für Grundnahrungsmittel wie Getreide. Deshalb waren günstige, lang sättigende Speisen wie Haferbrei beliebt.

Weil die Preise stiegen, konnten ärmere Menschen ihre Familien nicht mehr ernähren. Sie litten Hunger, waren unterernährt, deshalb verschlechterte sich ihr Immunsystem. Schließlich starben sie an simplen Krankheiten wie einer Erkältung.

Auf der anderen Seite verarmten nicht nur die unteren Schichten, sondern auch Handwerker und Händler: Wenn die Preise für Grundnahrungsmittel stiegen, besaßen die Menschen weniger Geld, um andere Güter zu kaufen – wie Kleidung, Schuhe, Kämme, Werkzeug … Handwerker, Kaufleute und andere Berufsgruppen konnte ihre Waren nicht mehr verkaufen; auf diese Weise verarmten sie ebenfalls.

Die positive Seite der zahlreichen Tode

Allerdings profitierten die Menschen auch von den hohen Todesraten, so makaber es erscheinen mag: Denn heiraten und eine Familie gründen durften nur Menschen mit einer Vollerwerbsstelle, d. h., sie mussten entweder einen Hof oder einen Handwerksbetrieb besitzen.

Dank der Tode wurden frühzeitig Stellen frei – andere konnten diese besetzen und und sahen sich plötzlich in der Lage zu heiraten.

Im 17. Jahrhundert lag das durchschnittliche Heiratsalter bei

  • 25 Jahren für Frauen und
  • 27 Jahren für Männer.

In Krisenzeiten sank das Heiratsalter aus dem zuvor genannten Grund: Stellen wurden frei und die Menschen heirateten früher, da sie eine Familie ernähren konnten.

Fazit

Obwohl der Geschichtsunterricht die Frühe Neuzeit stiefmütterlich behandelt, war sie ein wichtiger Schritt der Menschheit zu der Welt, wie wir sie heute kennen. Das Grundrecht „Die Würde des Menschen ist unantastbar“ wurde gelebt, es entbrannte eine Debatte über die Menschenrechte der indigenen Bevölkerung, die wie Sklaven behandelt wurden.

Hungersnöte waren an der Tagesordnung: Zahlreiche Menschen starben, doch jedes Ereignis hat zwei Seiten. Im Gegensatz zu der weit verbreiteten Annahme lag das Heiratsalter von Männern und Frauen im 17. Jahrhundert bei 26 Jahren. Eine Zwangsehe mit 16 oder gar 12 Jahren stand nicht auf der Tagesordnung.

Mehr zum Thema Familien in der Frühen Neuzeit erfährst du im nächsten Artikel.

 

Literatur

Schorn-Schütte, Luise (2009): Geschichte Europas in der Frühen Neuzeit. Studienhandbuch 1500 – 1789. Paderborn: Ferdinand Schöningh.

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Der Romantasy-Einzelband „Die letzten Zeilen der Nacht“ erschien am 4. Oktober 2018 im Drachenmond Verlag. Jo Schneider verbindet in diesem Buch den westafrikanischen Gestaltenwandler Anansi mit einer Liebesgeschichte um Schuld und Wahrheit.

Inhalt

Saiza schreibt für ihr Leben gern: egal ob Tag oder Nacht, die Worte fließen nur so aus ihrer Feder. Zum Schreiben benutzt sie alles, was ihr zur Verfügung steht. Auch wenn dies nur herabgefallene Blätter sind. Ihr Vater unterstützt sie dabei, doch in ihrer Welt ist das Schreiben und Veröffentlichen Männern vorbehalten. Erst nach dem Umzug der Familie findet Saiza jemanden, der ihren Worten lauscht: den Spinnenfürsten in dem Wald hinter ihrem Haus. Von den Dorfbewohnern als Seelenstehler gefürchtet, fühlt sich Saiza von ihm angezogen … Eines Tages besuchen Gotttöter das Dorf; sie sind gekommen, um den Spinnenfürsten zur Strecke zu bringen. Saiza muss eine Entscheidung treffen: Stellt sie sich auf die Seite der Dorfbewohner und ihre Familie oder unterstützt sie den Spinnengott?

Rezension: „Die letzten Zeilen der Nacht“

So zieht diese Liebesgeschichte die Lesenden in einen Strudel aus Wahrheit und Lüge, bei der man sich nie sicher sein kann, was auf der nächsten Seite lauert. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und ästhetisch: „Geschichten sind die Worte unseres Herzens, geschrieben mit der Tinte unserer Fantasie, geformt von der Feder unseres Verstands.“ Die Handlung wird aus Saizas Perpektive beschrieben. Dank des Ich-Erzählers konnte ich mit Saiza fühlen, sowohl ihr Leid als auch ihre Freuden. Der Spinnenfürst ist ein klassischer Trickster/Gestaltenwandler, bei dem wir nie wissen, was er als Nächstes plant. Deshalb bleibt „Die letzten Zeilen der Nacht“ bis zur letzten Seite spannend.

Schneider schafft es wiederholt, mich mit ihrem Stil in den Bann und ihre Welt zu ziehen. Obwohl ich auf ein anderes Ende gehofft hätte, kann ich „Die letzten Zeilen der Nacht“ nur empfehlen.

4,5/5 ⭐

Jo Schneider hat noch mehr Fantasy-Bücher geschrieben. Schau doch mal bei meinen Rezensionen zu ihrer Drei-Kronen-Saga vorbei!

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Drachenmut

Mit „Drachenmut“ setzte die Autorin Alexis Snow ihre Urban-Fantasy-Trilogie beim Papierverzierer Verlag fort. Der zweite Teil erschien am 19. Juli 2018 und führt Lesende erneut ins heutige Köln. Die Neuauflage gibt es seit dem 22. Juni 2020 bei BoD.

Inhalt

„Drachenmut“ beginnt dort, wo der erste Teil aufhörte: Louisa lebt wieder, jedoch ist ihr Element blockiert und sie wird mit jedem Tag mehr und mehr zur Leeren. Ihr Schicksal scheint nicht aufzuhalten zu sein, bis die Einheit um Lea einer neuen Verbündeten begegnen … Um Louisa zu retten, muss Lea ihre Drachenmacht anzapfen und mit ihrer Ahnen in Verbindung treten – leichter gesagt als getan! Am Ende des Bandes schließt die Einheit einen Pakt, den es im dritten Band einzulösen gilt …

Rezension: „Drachenmut“

„Drachenmut“ hat mich positiv überrascht. Konnte die Autorin mich im ersten Band nicht gänzlich überzeugen, so sind ihre handwerklichen Fähigkeiten im zweiten Band gereift. „Drachenmut“ wird wie gehabt aus zwei Ich-Perspektiven erzählt, die nun deutlich voneinander abgegrenzt werden können. Ich musste mich nicht mehr fragen, wer denn nun spricht, da es die Autorin dieses Mal schafft, eigene Stimmen für die zwei Protagonistinnen Lea und Louisa zu schaffen. Handwerklich geschliffen riss mich die Handlung in diesem Band dagegen weniger vom Hocker. Die Bösen und Guten hatten einen stillschweigenden Waffenstillstand, es wurde an sich und anderen gezweifelt – in seitenlangen inneren Monologen. Wer Action erwartet, muss sich in „Drachenmut“ etwas gedulden. Die Freundschaften wurden dagegen schön herausgearbeitet – leider manchmal in zu langen oder belanglosen Dialogen. Das neue Cover ist atemberaubend. Im Hintergrund versteckt sich wieder der Kölner Dom. Ist das Louisa, die dort abgebildet ist?

Insgesamt ist „Drachenmut“ eine solide Fortsetzung. Die Autorin glänzt mit handwerklichem Geschick, das vom ersten zum zweiten Band deutlich zugenommen hat. Leider ist die Handlung manchmal etwas träge; wer nach Action sucht, findet sie seitenweise nicht. Dennoch ist „Drachenmut“ für jeden zu empfehlen, der den ersten Band mochte, und wissen möchte, wie es mit unseren Freunden weitergeht. Denn „Freundschaft“ ist der Kern der Welt-der-Elemente-Reihe.

3,8/5 ⭐

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Algensalat, Porridge und Bier – Essen und Trinken in Irland um 1600 war unseren heutigen Gewohnheiten gar nicht so fremd: Denn Algensalat, wie wir ihn heute aus derjapanischen Küche kennen, wurde schon damals gegessen.

Algen kamen entweder roh als Salat oder gekocht als Gemüse auf den Tisch. An der Küste zählte auch Fisch als regelmäßige Nahrungsquelle. Dazu gab es Kartoffeln oder Brot aus ganzen Körnern. Das war noch echtes Vollkornbrot – im Gegensatz zu unserem gemahlenen Weizenmehl! Nur die wohlhabende Gesellschaft und Adelige bekamen Semmeln, Gebäck und Brot, wie wir sie heute kennen. Zum Brot wurden Käse, Butter und Quark gereicht.

Der Rest der Bevölkerung gab sich mit Haferbrot und Haferbrei zufrieden. Denn Haferbrei war besser, als zu hungern – vor allem in Irland, wo Hungersnöte beinahe an der Tagesordnung waren.

Als Hauptmahlzeit waren Eintöpfe beliebt. Die Iren kochten oft mit Kohl, da er günstig war und gut gelagert werden konnte. Bekannt ist ein Eintopf aus Kartoffeln, Hammel- oder Lammfleisch, Zwiebeln und Petersilie.

Warum sie Hammelfleisch verwendeten? Weil Schafe Milch lieferten, Böcke jedoch nicht. Deshalb wurden sie geschlachtet und verarbeitet.

Ein zweiter bekannter Eintopf ist der „Colcannon“. Er besteht ebenfalls aus Kartoffeln, dazu gibt es Grün- oder Weißkohl, Frühlingszwiebeln, Milch und Butter. Milch galt als wertvoll, da sie schwer zu bekommen war. Aus diesem Grund wurde sie normalerweise nur gereicht, wenn Gäste eintrafen. Weitere Luxusgüter waren Fleisch und Alkohol. Rind-, Lamm- und Schweinefleisch sowie Geflügel und Eier wurden ebenfalls verzehrt.

Gewürze waren früher teuer. Die Oberschicht konnte Zucker und Zimt importieren. Die gewöhnliche Bevölkerung süßte mit Honig und verwendete neben Petersilie Salz.

Bier war eines der Hauptgetränke, das bereits Kindern tranken. Das lag daran, dass Brunnenwasser oder aus den Kanälen durch den Unrat der Bewohner als verseucht galt. Es zu trinken konnte lebensgefährlich sein. In Klöstern gab es statt Bier verdünnte Molke zu trinken. Molke entsteht bei der Herstellung von Milchprodukten wie Käse und ist entweder süß oder sauer.

An Festtagen wurde Met – Honigwein – gereicht, der noch heute auf Mittelalterfesten als Spezialität gilt. Schon im 13. Jahrhundert brannten die Iren ihren berühmten Whiskey.

Rezept für den Eintopf „Colcannon“

Wenn du nachempfinden möchtest, wie das Essen und Trinken in Irland um 1600 war, habe ich hier ein einfaches Rezeptfür dich:

Zutaten für 4 Personen als Hauptgericht:

8 Kartoffeln
Salz
10 – 12 TL nicht gesalzene Butter
6 Tassen gehackter Kohl (Weißkohl oder Grünkohl)
6 klein geschnittene Frühlingszwiebeln
200 ml Milch

Anleitung:

    1. Die Kartoffeln mit 2 TL Salz für 15 bis 20 Minuten kochen.
    2. Die Butter in einem Topf schmelzen lassen und den gehackten Kohl hinzufügen. Alles für ca. 3 bis 4 Minuten kochen. Jetzt die Frühlingszwiebeln dazu geben und noch einmal 1 Minute kochen lassen.
    3. Die Milch in den Topf gießen und mit dem restlichen Eintopf verrühren. Die Kartoffeln hinzugeben und entweder mit einer Gabel zerdrücken oder einem Pürierstab vermengen. Das Gemüse und die Kartoffeln gründlich vermischen.
    4. Salz nach Belieben hinzufügen. Heiß servieren mit einem Klecks Butter in der Mitte.

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Abschied von Joachim

Joachim hat mich nun fast ein Jahr begleitet. Jetzt muss ich Abschied von Joachim nehmen. Die Idee zur Kurzgeschichte entstand im Dezember 2019, als ich durch die Straßen Berlins nach Hause lief und mich fragte, wie freistehende Balkone an den Häuserwänden halten konnten. Sofort blitze in mir die Idee zu Joachim auf – einem Jungen, der durch ein Kindheitstrauma panische Angst vor Balkonen hat.

Zuhause angekommen schrieb ich die Geschichte in einem Rutsch nieder, zunächst auf einem normalen Block. In den nächsten Tagen folgte der zweite Entwurf am Computer, der noch einige Änderungen erhielt. Ende Dezember 2019 reichte ich “Joachim” zu einem Kurzgeschichtenwettbewerb ein, wo ich promt den 3. Platz belegte. Ich freute mich sehr darüber, nominiert worden zu sein!

“Joachim” erschien anschließend im Internet, in der Zeitschrift “treffpunkt” und der Anthologie “preisgekrönt 2020”. Falls du Lust auf ein signiertes Exemplar hast, schreib mir gern.

Abschied von Joachim – oder doch nicht?

Verschiedene Lesermeinungen haben mich sehr berührt. Eine Leserin fragte sogar, ob es zu Joachim ein Buch für Jugendliche geben würde. Meine Antwort: sehr gern! Einfach, weil ich Joachim ins Herz geschlossen habe. Darüber hinaus habe ich schon viele Notizen zu einem möglichen Buch gesammelt.

Was hältst du davon? Würdest du gern Joachims Geschichte weiterverfolgen? Schreib mir gern in den Kommentaren oder per Kontaktformular.

Jetzt muss ich Joachim aber erst einmal ziehen lassen. Er wird seinen Weg finden und wir werden uns ganz sicher wiedertreffen. Bis dahin arbeite ich an meinem Debütroman, den du in meiner Leseecke findest.

Joachim jetzt zum Hören

Als kleines Extra habe ich Joachim aufgenommen, sodass du ihn noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben kannst. 

Viel Spaß :)!

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Drachenblut

„Drachenblut“ von Alexis Snow ist der erste Teil der Welt-der-Elemente-Reihe, der am 25. Januar 2018 beim Papierverzierer Verlag erschien. Bei der Reihe handelt es sich um Urban-Fantasy, die im heutigen Köln spielt.

Inhalt

Die 18-jährige Aileana, Lea, ist eine Jugendliche, die am liebsten so normal wie die anderen wäre. Seit sie denken kann, fühlt sie sich fremd und nirgendwo dazugehörig. Von ihrer Klassenkameradin Joelle wird sie gemobbt und steht im Schatten ihres Zwillingsbruders, der die Aufmerksamkeit stets auf sich zieht. Eines Tages besucht die Klasse den Kölner Dom, in dessen Schatzkammer sich Lea von einer Drachenstatue magisch angezogen fühlt. Visionen suchen sie heim sowie der Drache Sirion, der sich in ihrem Kopf einnistet. Da begegnet sie auch noch einem geheimnisvollen Mann mit sturmgrauen Augen und taucht in eine Welt ein, die sie als „Fantasie“ abgetan hatte. Auf einmal Teil der Welt der Elemente, entpuppt sich Lea als Nachfahrin der Drachen, der die Welt retten muss. Unterstützung erfährt sie von ihrer Einheit, die die fünf Elemente der Welt vereinen, sowie ihrem Zwillingsbruder Chris und ihrer Seelenschwester Louisa. Den Showdown des 1. Bandes markiert Chris Entführung, bei dem Lea und ihre Einheit alles Gelernte anwenden müssen, um einen Verrat aufzudecken und Leas Verbindung zum Drachenblut zu wecken.

Thematisch handelt „Drachenblut“ von Leas Suche nach Zugehörigkeit. Stets eine Außenseiterin, versucht sie ihren Platz in der Welt zu finden.

Rezension: „Drachenblut“

Der erste Band der Welt-der-Elemente-Reihe und gleichzeitig das Debüt der Autorin bietet spannende Ansätze und kurzweilige Unterhaltung. Der Schreibstil ist angenehm und mühelos lesbar. „Drachenblut“ enthält mehrere Konflikte, die neugierig auf den nächsten Band machen. Dazu zählen Leas Probleme mit der Welt der Elemente und den Leeren, ihr Drachenerbe sowie die Gegenspieler, die die Welt zerstören möchten. Darüber hinaus beschäftigt mich die Frage, welche anderen Drachen die Autorin erschaffen hat. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen aus Leas Sicht, zum anderen aus der Sicht ihrer Seelenschwester Louisa. Das Konzept der zwei Ich-Erzähler ermöglicht es, die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln zu erleben und hat mir gut gefallen. Leider schafft es die Autorin noch nicht durchgehend, eine markante Erzählstimme für die Protagonistinnen zu finden, sodass es manchmal schwerfällt beide Stimmen voneinander zu unterscheiden.

Insgesamt fand ich den ersten Band der Welt-der-Elemente-Reihe lesenswert. Die Handlungen der Protagonistinnen sind nachvollziehbar, die Gedanken verständlich, sodass man sich in die Figuren hineinfühlen kann. Kleinere handwerkliche Schnitzer trübten das Leseerlebnis, doch sorgten nicht dafür „Drachenblut” aus der Hand zu legen. Ein kleines Highlight waren die Ausflüge in den Kölner Dom und auf den Drachenfels. Jetzt möchte ich sie mal in Echt besuchen.

Wer nach einem leichten Fantasyabenteuer mit Drachen und Magie oder einem kostenlosen Citytrip durch Köln sucht, für den könnte „Drachenblut“ die richtige Wahl sein.

3/5 ⭐

 

Vielen Dank an die Autorin Alexis Snow sowie den Papierverzierer Verlag, die mir diesen Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Wenn du Lust auf mehr Fantasy hast, sieh dir meine Rezension zu „Dem Feuer die Seele“ oder „Cursed – Die Auserwählte“ an.

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In der Kurzgeschichte „Joachim“ hetzt der 15-Jährige durch die Straßen Berlins. Die Hauptstadt Deutschlands kann jedoch mehr als Angst einzuflößen. In diesem Beitrag stelle ich dir  8 Berliner Orte vor, die du auf keinen Fall verpassen solltest.

 

1. Siegessäule

Die Siegessäule befindet sich in der Mitte eines Kreisverkehrs, wegen seiner Form „Großer Stern“ genannt. Neben dem Brandenburger Tor und dem Fernsehturm gehört diese Säule zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Sie wurde von Johann Heinrich Strack entworfen und zwischen 1865 und 1873 erbaut. Damit hat sie fast 150 Jahre auf dem Buckel und einiges erlebt.

Ursprünglich sollte sie an die Schlachten der Jahre 1864, 1866 und 1870/71 erinnern. Damals gewann Preußen gegen Dänemark und Frankreich. Goldene Geschützrohre am Schaft der Siegessäule erinnern an die Kriegshandlungen. Oben auf dem Schaft posiert die Siegesgöttin.

Die Aussichtsplattform kannst du zum ermäßigten Preis von 2,50 € besichtigen. Wenn das Wetter mitspielt, blickst du über den Tiergarten bis zum Bundestag und Fernsehturm.

 

2. Fernsehturm

Regnet es draußen oder ist es bitterkalt, dann kannst du statt der Siegessäule den Fernsehturm erklimmen. Dieser Aussichtsturm ist komplett verglast, sodass du die mollige Wärme genießen kannst. Mit seinen 368 Metern Höhe war er 1969 der zweithöchste Fernsehturm der Welt. Inzwischen haben ihm andere den Rang abgelaufen.

Heute kannst du dort deinen Blick über Berlin schweifen lassen, an der Bar einen alkoholfreien Drink zu dir nehmen oder mit deiner Familie im Restaurant essen.

Bis 14 Jahre kommst du für 13,00 € auf den Fernsehturm. Wegen der Coronaregeln kannst du Tickets zurzeit nur online und mit Zeitfenster buchen.

 

3. LGBT-Buchhandlung

Wenn es in deiner Stadt keinen LGBT-Buchladen gibt, solltest du die Gelegenheit beim Schopfe packen und das Prinz Eisenherz am Ku’damm besuchen. Der Ku’Damm ist ein beliebter Ort zum Schlendern. Dort kannst du in einem Café absteigen, ins Kino gehen oder shoppen. Am Christopher Street Day beginnt hier die Berliner Parade, führt am Buchladen Prinz Eisenherz und an der Siegessäule vorbei. Sie endet am berühmten Brandenburger Tor. In diesem Jahr findet der Christopher Street Day digital statt.

Im Prinz Eisenherz gibt es neben lesbischen und schwulen Büchern Filme, Musik, Software, Hörbücher, Kinderbücher für Regenbogenfamilien, Magazine und Angebote für Queer, Trans*, Polyamorie sowie Travestie und Drag.

 

4. Zoologischer Garten & Tierpark

Wenn du die üblichen Sehenswürdigkeiten nicht sehen möchtest und ein Herz für Tiere hast, stehen dir der Zoologische Garten im Westen und der Tierpark im Osten Berlins zur Verfügung. Beide Parks haben ihre eigene Geschichte und sind einen Besuch wert.

Im Zoologischen Garten triffst du auf 1.200 Tierarten, vom afrikanischen Wildhund bis zum Bonobo. Bis 15 Jahre kommst du für 8,00 € rein. Wegen der Coronaregeln ist der Aufenthalt zurzeit auf maximal 4 Stunden begrenzt.

Der Tierpark Berlin beherbergt weniger Tiere als der Zoo, dafür kannst du auf den weiten Pfaden durch die Natur schlendern und das Schloss Friedrichsfelde erkunden, das 1685 erbaut wurde. Bis 15 Jahre kommst du für 7,00 € in den Tierpark.

 

5. Waffeln & Bubble Tea

Solltest du bei deiner Tour auf Waffeln und Bubble Tea stoßen, dann schau vorbei. Wähle deine Zutaten aus und kreiere deine persönliche Waffelkombination. Am Berliner Alexanderplatz kannst du z. B. deinen individuellen Bubble Tea mithilfe von 20 Sorten mischen.

 

6. Flohmarkt am Tiergarten

Wenn du nach Souvenirs oder Krimskrams für dein Zimmer suchst, bist du auf dem Trödel- sowie Kunst- und Handwerkermarkt am S Tiergarten exzellent aufgehoben. Die Auswahl ist riesengroß und es ist garantiert etwas für dich dabei. Samstags und sonntags zwischen 10 und 17 Uhr bieten hier unzählige Menschen Kuriositäten feil. Nimm am besten 2 bis 3 Stunden Zeit mit und stürze dich ins Getümmel!

 

7. Müggelsee & Müggelturm

Wenn du dich nach all‘ den Eindrücken in der City nach ein wenig Grün sehnst, habe ich bei sonnigem Wetter einen Tipp für dich: den Berliner Müggelsee! Er ist der größte See Berlins. Dort kannst du dir ein Kanu ausleihen, paddeln, schwimmen oder Bootfahren. Highlights sind der Spreetunnel, Rübezahl mit seinen Schwänen am Steg sowie der Müggelberg inklusive Müggelturm und seinem Waldlehrpfad um den Teufelssee herum.

Bis 14 Jahre kommst du für 2,00 € auf den Turm. Das Eis in dem Restaurant ist empfehlenswert.

 

8. Berlin Story Museum, ehemals Berliner Bunker

Interessierst du dich für Berlins nationalsozialistische Geschichte, solltest du im Berlin Story Museum in der Schöneberger Straße vorbeischauen. Das Museum, das sich in einem ehemaligen Bunker befindet, ist eines der führenden Museen weltweit auf dem Gebiet des Nationalsozialismus.

Ermäßigte Tickets gibt es für 4,50 € inklusive Audioguide. Möchtest du die aktuelle Ausstellung „Hitler – wie konnte es geschehen“ besichtigen, kostet der Eintritt ermäßigt 9,00 € und der Audioguide zusätzlich 1,50 €.

 

Hast du einen der 8 Berliner Orte besucht? Schreib gern einen Kommentar zu deinen Erfahrungen!

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Wie du sichere Balkone erkennst

Im letzten Beitrag habe ich dir gezeigt, welche 5 Tipps dir dabei helfen können, deine Ängste zu besiegen. Falls du wie Joachim Angst davor hast von einem Balkon zerquetscht zu werden, kommt heute der Beitrag für dich. Welche Arten von Balkonen gibt es eigentlich? Was muss passieren, damit er einstürzt ? Und wie erkennst du sichere Balkone?

Zuerst einmal gibt es 4 Arten von Balkonen:

  1. Auskragende Balkone. Der Boden geht in die Decke des jeweiligen Stockwerks über. Der Balkon hängt quasi in der Luft. Das ganze Gewicht wird von der Platte getragen.
  2. Hängende Balkone. Wie der auskragende Balkon, nur trägt die Platte nicht das gesamte Gewicht, sondern nur einen Teil. Den Rest übernehmen sogenannte Traversen. Sie sind diagonal und können entweder geschmückt oder so schlicht, wie möglich gehalten werden.
  3. Anbaubalkone. Diese Art von Balkonen wird nachträglich an Häuserfassaden angebaut, wenn beim Bau keiner geplant war. Diese Art ist tricky, weil die Stützen das gesamte Gewicht tragen müssen.
  4. Vorsatzbalkone. Diese Art ist nur teilweise in der Fassade verankert. Auch hier tragen die Stützen das Gewicht. So kann man einen Balkon vergrößern.

Dabei kann ein Balkon aus Holz, Naturstein oder Beton gefertigt sein.

 

Wozu werden Balkone verwendet?

Balkone gibt es schon sehr lange. Früher dienten sie als Arbeitsplatz. Jahrelang wurde dort Kohle gelagert. Das erklärt, weshalb ein Balkon 500 kg tragen können musste!

Je nachdem, vor welchem Raum sich der Balkon befindet, hat er verschiedene Funktionen:

  • Vor der Küche: Geräte abstellen und Lebensmittel im Winter aufbewahren.
  • Vor dem Schlafzimmer: Lüften und Trocknen von Kleidung oder der Bettwäsche.
  • Zur Erholung: südlich ausgerichtet mit Sichtschutz.

 

Können sichere Balkone wirklich einstürzen?

Tatsächlich ist es so, dass ab und zu ein sicherer Balkon einstürzt. Da muss aber einiges an Gewicht zusammen kommen. In Stuttgart beispielsweise ist einer eingebrochen. Dabei handelte es sich jedoch um einen Holzbalkon, der mit 5 Tonnen belastet wurde.

Insgesamt hängt die Traglast davon ab, welche Materialien zum Bau verwendet werden. Seit 2010 muss ein Balkon mindestens 400 kg pro Quadratmeter aushalten können. Das sind 5 Personen, die 80 kg wiegen, pro Quadratmeter. Du kannst also ganz beruhigt mit deinen Freunden Zeit auf dem Balkon verbringen.

Vorsichtig solltest du aber sein, wenn du ein Planschbecken aufstellt. Wasser ist sehr schwer und das Gewicht wird oft unterschätzt, wie in dem Stuttgart-Beispiel. 10 cm hohes Wasser sind 100 kg pro Quadratmeter. Auch Pflanzentöpfe und Sonnensegel können bleischwer werden.

 

Wie erkenne ich, ob ein Balkon einsturzgefährdet ist?

Ein deutliches Merkmal sind sogenannte Ausblühungen. Das sind weiße Flecken, die auf Naturstein und Beton auftreten. Auch kannst du abgeplatzte Stellen entdecken. Rost und Risse sind ebenfalls Anhaltspunkte. Holzdielen kannst du testen, indem du kräftig darauf springst. Holz sollte spätestens alle 20 Jahre erneuert werden.

Falls du eines der Anzeichen bemerkst, ziehe einen Experten zurate. Wenn du in einer Mietwohnung wohnst, musst du auch den Eigentümer informieren. Sollte es wirklich zum Einsturz kommen, musst du bei Nichtmeldung für einen Teil des Schadens aufkommen.

 

Hast du weitere Fragen zu Balkonen? Schreibe gern in die Kommentare!

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