"Die letzten Zeilen der Nacht", Jo Schneider, Foto: www.drachenmond.de

Der Romantasy-Einzelband „Die letzten Zeilen der Nacht“ erschien am 4. Oktober 2018 im Drachenmond Verlag. Jo Schneider verbindet in diesem Buch den westafrikanischen Gestaltenwandler Anansi mit einer Liebesgeschichte um Schuld und Wahrheit.

Inhalt

Saiza schreibt für ihr Leben gern: egal ob Tag oder Nacht, die Worte fließen nur so aus ihrer Feder. Zum Schreiben benutzt sie alles, was ihr zur Verfügung steht. Auch wenn dies nur herabgefallene Blätter sind. Ihr Vater unterstützt sie dabei, doch in ihrer Welt ist das Schreiben und Veröffentlichen Männern vorbehalten. Erst nach dem Umzug der Familie findet Saiza jemanden, der ihren Worten lauscht: den Spinnenfürsten in dem Wald hinter ihrem Haus. Von den Dorfbewohnern als Seelenstehler gefürchtet, fühlt sich Saiza von ihm angezogen … Eines Tages besuchen Gotttöter das Dorf; sie sind gekommen, um den Spinnenfürsten zur Strecke zu bringen. Saiza muss eine Entscheidung treffen: Stellt sie sich auf die Seite der Dorfbewohner und ihre Familie oder unterstützt sie den Spinnengott?

Rezension: „Die letzten Zeilen der Nacht“

So zieht diese Liebesgeschichte die Lesenden in einen Strudel aus Wahrheit und Lüge, bei der man sich nie sicher sein kann, was auf der nächsten Seite lauert. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und ästhetisch: „Geschichten sind die Worte unseres Herzens, geschrieben mit der Tinte unserer Fantasie, geformt von der Feder unseres Verstands.“ Die Handlung wird aus Saizas Perpektive beschrieben. Dank des Ich-Erzählers konnte ich mit Saiza fühlen, sowohl ihr Leid als auch ihre Freuden. Der Spinnenfürst ist ein klassischer Trickster/Gestaltenwandler, bei dem wir nie wissen, was er als Nächstes plant. Deshalb bleibt „Die letzten Zeilen der Nacht“ bis zur letzten Seite spannend.

Schneider schafft es wiederholt, mich mit ihrem Stil in den Bann und ihre Welt zu ziehen. Obwohl ich auf ein anderes Ende gehofft hätte, kann ich „Die letzten Zeilen der Nacht“ nur empfehlen.

4,5/5 ⭐

Jo Schneider hat noch mehr Fantasy-Bücher geschrieben. Schau doch mal bei meinen Rezensionen zu ihrer Drei-Kronen-Saga vorbei!

"Drachenmut", Alexis Snow, Foto: www.amazon.de

Mit „Drachenmut“ setzte die Autorin Alexis Snow ihre Urban-Fantasy-Trilogie beim Papierverzierer Verlag fort. Der zweite Teil erschien am 19. Juli 2018 und führt Lesende erneut ins heutige Köln. Die Neuauflage gibt es seit dem 22. Juni 2020 bei BoD.

Inhalt

„Drachenmut“ beginnt dort, wo der erste Teil aufhörte: Louisa lebt wieder, jedoch ist ihr Element blockiert und sie wird mit jedem Tag mehr und mehr zur Leeren. Ihr Schicksal scheint nicht aufzuhalten zu sein, bis die Einheit um Lea einer neuen Verbündeten begegnen … Um Louisa zu retten, muss Lea ihre Drachenmacht anzapfen und mit ihrer Ahnen in Verbindung treten – leichter gesagt als getan! Am Ende des Bandes schließt die Einheit einen Pakt, den es im dritten Band einzulösen gilt …

Rezension: „Drachenmut“

„Drachenmut“ hat mich positiv überrascht. Konnte die Autorin mich im ersten Band nicht gänzlich überzeugen, so sind ihre handwerklichen Fähigkeiten im zweiten Band gereift. „Drachenmut“ wird wie gehabt aus zwei Ich-Perspektiven erzählt, die nun deutlich voneinander abgegrenzt werden können. Ich musste mich nicht mehr fragen, wer denn nun spricht, da es die Autorin dieses Mal schafft, eigene Stimmen für die zwei Protagonistinnen Lea und Louisa zu schaffen. Handwerklich geschliffen riss mich die Handlung in diesem Band dagegen weniger vom Hocker. Die Bösen und Guten hatten einen stillschweigenden Waffenstillstand, es wurde an sich und anderen gezweifelt – in seitenlangen inneren Monologen. Wer Action erwartet, muss sich in „Drachenmut“ etwas gedulden. Die Freundschaften wurden dagegen schön herausgearbeitet – leider manchmal in zu langen oder belanglosen Dialogen. Das neue Cover ist atemberaubend. Im Hintergrund versteckt sich wieder der Kölner Dom. Ist das Louisa, die dort abgebildet ist?

Insgesamt ist „Drachenmut“ eine solide Fortsetzung. Die Autorin glänzt mit handwerklichem Geschick, das vom ersten zum zweiten Band deutlich zugenommen hat. Leider ist die Handlung manchmal etwas träge; wer nach Action sucht, findet sie seitenweise nicht. Dennoch ist „Drachenmut“ für jeden zu empfehlen, der den ersten Band mochte, und wissen möchte, wie es mit unseren Freunden weitergeht. Denn „Freundschaft“ ist der Kern der Welt-der-Elemente-Reihe.

3,8/5 ⭐

Noch mehr Fantasy: Schau doch mal bei der Drei-Kronen-Saga oder Cursed – Die Auserwählte vorbei!

Haferbrei, Hammel & Algen: Essen und Trinken in Irland um 1600, Foto: www.happyfoodstube.com

Algensalat, Porridge und Bier – Essen und Trinken in Irland um 1600 war unseren heutigen Gewohnheiten gar nicht so fremd: Denn Algensalat, wie wir ihn heute aus derjapanischen Küche kennen, wurde schon damals gegessen.

Algen kamen entweder roh als Salat oder gekocht als Gemüse auf den Tisch. An der Küste zählte auch Fisch als regelmäßige Nahrungsquelle. Dazu gab es Kartoffeln oder Brot aus ganzen Körnern. Das war noch echtes Vollkornbrot – im Gegensatz zu unserem gemahlenen Weizenmehl! Nur die wohlhabende Gesellschaft und Adelige bekamen Semmeln, Gebäck und Brot, wie wir sie heute kennen. Zum Brot wurden Käse, Butter und Quark gereicht.

Der Rest der Bevölkerung gab sich mit Haferbrot und Haferbrei zufrieden. Denn Haferbrei war besser, als zu hungern – vor allem in Irland, wo Hungersnöte beinahe an der Tagesordnung waren.

Als Hauptmahlzeit waren Eintöpfe beliebt. Die Iren kochten oft mit Kohl, da er günstig war und gut gelagert werden konnte. Bekannt ist ein Eintopf aus Kartoffeln, Hammel- oder Lammfleisch, Zwiebeln und Petersilie.

Warum sie Hammelfleisch verwendeten? Weil Schafe Milch lieferten, Böcke jedoch nicht. Deshalb wurden sie geschlachtet und verarbeitet.

Ein zweiter bekannter Eintopf ist der „Colcannon“. Er besteht ebenfalls aus Kartoffeln, dazu gibt es Grün- oder Weißkohl, Frühlingszwiebeln, Milch und Butter. Milch galt als wertvoll, da sie schwer zu bekommen war. Aus diesem Grund wurde sie normalerweise nur gereicht, wenn Gäste eintrafen. Weitere Luxusgüter waren Fleisch und Alkohol. Rind-, Lamm- und Schweinefleisch sowie Geflügel und Eier wurden ebenfalls verzehrt.

Gewürze waren früher teuer. Die Oberschicht konnte Zucker und Zimt importieren. Die gewöhnliche Bevölkerung süßte mit Honig und verwendete neben Petersilie Salz.

Bier war eines der Hauptgetränke, das bereits Kindern tranken. Das lag daran, dass Brunnenwasser oder aus den Kanälen durch den Unrat der Bewohner als verseucht galt. Es zu trinken konnte lebensgefährlich sein. In Klöstern gab es statt Bier verdünnte Molke zu trinken. Molke entsteht bei der Herstellung von Milchprodukten wie Käse und ist entweder süß oder sauer.

An Festtagen wurde Met – Honigwein – gereicht, der noch heute auf Mittelalterfesten als Spezialität gilt. Schon im 13. Jahrhundert brannten die Iren ihren berühmten Whiskey.

Rezept für den Eintopf „Colcannon“

Wenn du nachempfinden möchtest, wie das Essen und Trinken in Irland um 1600 war, habe ich hier ein einfaches Rezeptfür dich:

Zutaten für 4 Personen als Hauptgericht:

8 Kartoffeln
Salz
10 – 12 TL nicht gesalzene Butter
6 Tassen gehackter Kohl (Weißkohl oder Grünkohl)
6 klein geschnittene Frühlingszwiebeln
200 ml Milch

Anleitung:

  1. Die Kartoffeln mit 2 TL Salz für 15 bis 20 Minuten kochen.
  2. Die Butter in einem Topf schmelzen lassen und den gehackten Kohl hinzufügen. Alles für ca. 3 bis 4 Minuten kochen. Jetzt die Frühlingszwiebeln dazu geben und noch einmal 1 Minute kochen lassen.
  3. Die Milch in den Topf gießen und mit dem restlichen Eintopf verrühren. Die Kartoffeln hinzugeben und entweder mit einer Gabel zerdrücken oder einem Pürierstab vermengen. Das Gemüse und die Kartoffeln gründlich vermischen.
  4. Salz nach Belieben hinzufügen. Heiß servieren mit einem Klecks Butter in der Mitte.

Joachim hat mich nun fast ein Jahr begleitet. Jetzt muss ich Abschied von Joachim nehmen. Die Idee zur Kurzgeschichte entstand im Dezember 2019, als ich durch die Straßen Berlins nach Hause lief und mich fragte, wie freistehende Balkone an den Häuserwänden halten konnten. Sofort blitze in mir die Idee zu Joachim auf – einem Jungen, der durch ein Kindheitstrauma panische Angst vor Balkonen hat.

Zuhause angekommen schrieb ich die Geschichte in einem Rutsch nieder, zunächst auf einem normalen Block. In den nächsten Tagen folgte der zweite Entwurf am Computer, der noch einige Änderungen erhielt. Ende Dezember 2019 reichte ich “Joachim” zu einem Kurzgeschichtenwettbewerb ein, wo ich promt den 3. Platz belegte. Ich freute mich sehr darüber, nominiert worden zu sein!

“Joachim” erschien anschließend im Internet, in der Zeitschrift “treffpunkt” und der Anthologie “preisgekrönt 2020”. Falls du Lust auf ein signiertes Exemplar hast, schreib mir gern.

Abschied von Joachim – oder doch nicht?

Verschiedene Lesermeinungen haben mich sehr berührt. Eine Leserin fragte sogar, ob es zu Joachim ein Buch für Jugendliche geben würde. Meine Antwort: sehr gern! Einfach, weil ich Joachim ins Herz geschlossen habe. Darüber hinaus habe ich schon viele Notizen zu einem möglichen Buch gesammelt.

Was hältst du davon? Würdest du gern Joachims Geschichte weiterverfolgen? Schreib mir gern in den Kommentaren oder per Kontaktformular.

Jetzt muss ich Joachim aber erst einmal ziehen lassen. Er wird seinen Weg finden und wir werden uns ganz sicher wiedertreffen. Bis dahin arbeite ich an meinem Debütroman, den du in meiner Leseecke findest.

Joachim jetzt zum Hören

Als kleines Extra habe ich Joachim aufgenommen, sodass du ihn noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben kannst. 

Viel Spaß :)!

"Drachenblut", Alexis Snow, Foto: www.amazon.de

„Drachenblut“ von Alexis Snow ist der erste Teil der Welt-der-Elemente-Reihe, der am 25. Januar 2018 beim Papierverzierer Verlag erschien. Bei der Reihe handelt es sich um Urban-Fantasy, die im heutigen Köln spielt.

Inhalt

Die 18-jährige Aileana, Lea, ist eine Jugendliche, die am liebsten so normal wie die anderen wäre. Seit sie denken kann, fühlt sie sich fremd und nirgendwo dazugehörig. Von ihrer Klassenkameradin Joelle wird sie gemobbt und steht im Schatten ihres Zwillingsbruders, der die Aufmerksamkeit stets auf sich zieht. Eines Tages besucht die Klasse den Kölner Dom, in dessen Schatzkammer sich Lea von einer Drachenstatue magisch angezogen fühlt. Visionen suchen sie heim sowie der Drache Sirion, der sich in ihrem Kopf einnistet. Da begegnet sie auch noch einem geheimnisvollen Mann mit sturmgrauen Augen und taucht in eine Welt ein, die sie als „Fantasie“ abgetan hatte. Auf einmal Teil der Welt der Elemente, entpuppt sich Lea als Nachfahrin der Drachen, der die Welt retten muss. Unterstützung erfährt sie von ihrer Einheit, die die fünf Elemente der Welt vereinen, sowie ihrem Zwillingsbruder Chris und ihrer Seelenschwester Louisa. Den Showdown des 1. Bandes markiert Chris Entführung, bei dem Lea und ihre Einheit alles Gelernte anwenden müssen, um einen Verrat aufzudecken und Leas Verbindung zum Drachenblut zu wecken.

Thematisch handelt „Drachenblut“ von Leas Suche nach Zugehörigkeit. Stets eine Außenseiterin, versucht sie ihren Platz in der Welt zu finden.

Rezension: „Drachenblut“

Der erste Band der Welt-der-Elemente-Reihe und gleichzeitig das Debüt der Autorin bietet spannende Ansätze und kurzweilige Unterhaltung. Der Schreibstil ist angenehm und mühelos lesbar. „Drachenblut“ enthält mehrere Konflikte, die neugierig auf den nächsten Band machen. Dazu zählen Leas Probleme mit der Welt der Elemente und den Leeren, ihr Drachenerbe sowie die Gegenspieler, die die Welt zerstören möchten. Darüber hinaus beschäftigt mich die Frage, welche anderen Drachen die Autorin erschaffen hat. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen aus Leas Sicht, zum anderen aus der Sicht ihrer Seelenschwester Louisa. Das Konzept der zwei Ich-Erzähler ermöglicht es, die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln zu erleben und hat mir gut gefallen. Leider schafft es die Autorin noch nicht durchgehend, eine markante Erzählstimme für die Protagonistinnen zu finden, sodass es manchmal schwerfällt beide Stimmen voneinander zu unterscheiden.

Insgesamt fand ich den ersten Band der Welt-der-Elemente-Reihe lesenswert. Die Handlungen der Protagonistinnen sind nachvollziehbar, die Gedanken verständlich, sodass man sich in die Figuren hineinfühlen kann. Kleinere handwerkliche Schnitzer trübten das Leseerlebnis, doch sorgten nicht dafür „Drachenblut” aus der Hand zu legen. Ein kleines Highlight waren die Ausflüge in den Kölner Dom und auf den Drachenfels. Jetzt möchte ich sie mal in Echt besuchen.

Wer nach einem leichten Fantasyabenteuer mit Drachen und Magie oder einem kostenlosen Citytrip durch Köln sucht, für den könnte „Drachenblut“ die richtige Wahl sein.

3/5 ⭐

 

Vielen Dank an die Autorin Alexis Snow sowie den Papierverzierer Verlag, die mir diesen Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Wenn du Lust auf mehr Fantasy hast, sieh dir meine Rezension zu „Dem Feuer die Seele“ oder „Cursed – Die Auserwählte“ an.

8 Berliner Orte, die es zu besuchen lohnt, Foto: Alejandro Cartagena 🇲🇽🏳‍🌈

In der Kurzgeschichte „Joachim“ hetzt der 15-Jährige durch die Straßen Berlins. Die Hauptstadt Deutschlands kann jedoch mehr als Angst einzuflößen. In diesem Beitrag stelle ich dir  8 Berliner Orte vor, die du auf keinen Fall verpassen solltest.

 

1. Siegessäule

Die Siegessäule befindet sich in der Mitte eines Kreisverkehrs, wegen seiner Form „Großer Stern“ genannt. Neben dem Brandenburger Tor und dem Fernsehturm gehört diese Säule zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Sie wurde von Johann Heinrich Strack entworfen und zwischen 1865 und 1873 erbaut. Damit hat sie fast 150 Jahre auf dem Buckel und einiges erlebt.

Ursprünglich sollte sie an die Schlachten der Jahre 1864, 1866 und 1870/71 erinnern. Damals gewann Preußen gegen Dänemark und Frankreich. Goldene Geschützrohre am Schaft der Siegessäule erinnern an die Kriegshandlungen. Oben auf dem Schaft posiert die Siegesgöttin.

Die Aussichtsplattform kannst du zum ermäßigten Preis von 2,50 € besichtigen. Wenn das Wetter mitspielt, blickst du über den Tiergarten bis zum Bundestag und Fernsehturm.

 

2. Fernsehturm

Regnet es draußen oder ist es bitterkalt, dann kannst du statt der Siegessäule den Fernsehturm erklimmen. Dieser Aussichtsturm ist komplett verglast, sodass du die mollige Wärme genießen kannst. Mit seinen 368 Metern Höhe war er 1969 der zweithöchste Fernsehturm der Welt. Inzwischen haben ihm andere den Rang abgelaufen.

Heute kannst du dort deinen Blick über Berlin schweifen lassen, an der Bar einen alkoholfreien Drink zu dir nehmen oder mit deiner Familie im Restaurant essen.

Bis 14 Jahre kommst du für 13,00 € auf den Fernsehturm. Wegen der Coronaregeln kannst du Tickets zurzeit nur online und mit Zeitfenster buchen.

 

3. LGBT-Buchhandlung

Wenn es in deiner Stadt keinen LGBT-Buchladen gibt, solltest du die Gelegenheit beim Schopfe packen und das Prinz Eisenherz am Ku’damm besuchen. Der Ku’Damm ist ein beliebter Ort zum Schlendern. Dort kannst du in einem Café absteigen, ins Kino gehen oder shoppen. Am Christopher Street Day beginnt hier die Berliner Parade, führt am Buchladen Prinz Eisenherz und an der Siegessäule vorbei. Sie endet am berühmten Brandenburger Tor. In diesem Jahr findet der Christopher Street Day digital statt.

Im Prinz Eisenherz gibt es neben lesbischen und schwulen Büchern Filme, Musik, Software, Hörbücher, Kinderbücher für Regenbogenfamilien, Magazine und Angebote für Queer, Trans*, Polyamorie sowie Travestie und Drag.

 

4. Zoologischer Garten & Tierpark

Wenn du die üblichen Sehenswürdigkeiten nicht sehen möchtest und ein Herz für Tiere hast, stehen dir der Zoologische Garten im Westen und der Tierpark im Osten Berlins zur Verfügung. Beide Parks haben ihre eigene Geschichte und sind einen Besuch wert.

Im Zoologischen Garten triffst du auf 1.200 Tierarten, vom afrikanischen Wildhund bis zum Bonobo. Bis 15 Jahre kommst du für 8,00 € rein. Wegen der Coronaregeln ist der Aufenthalt zurzeit auf maximal 4 Stunden begrenzt.

Der Tierpark Berlin beherbergt weniger Tiere als der Zoo, dafür kannst du auf den weiten Pfaden durch die Natur schlendern und das Schloss Friedrichsfelde erkunden, das 1685 erbaut wurde. Bis 15 Jahre kommst du für 7,00 € in den Tierpark.

 

5. Waffeln & Bubble Tea

Solltest du bei deiner Tour auf Waffeln und Bubble Tea stoßen, dann schau vorbei. Wähle deine Zutaten aus und kreiere deine persönliche Waffelkombination. Am Berliner Alexanderplatz kannst du z. B. deinen individuellen Bubble Tea mithilfe von 20 Sorten mischen.

 

6. Flohmarkt am Tiergarten

Wenn du nach Souvenirs oder Krimskrams für dein Zimmer suchst, bist du auf dem Trödel- sowie Kunst- und Handwerkermarkt am S Tiergarten exzellent aufgehoben. Die Auswahl ist riesengroß und es ist garantiert etwas für dich dabei. Samstags und sonntags zwischen 10 und 17 Uhr bieten hier unzählige Menschen Kuriositäten feil. Nimm am besten 2 bis 3 Stunden Zeit mit und stürze dich ins Getümmel!

 

7. Müggelsee & Müggelturm

Wenn du dich nach all‘ den Eindrücken in der City nach ein wenig Grün sehnst, habe ich bei sonnigem Wetter einen Tipp für dich: den Berliner Müggelsee! Er ist der größte See Berlins. Dort kannst du dir ein Kanu ausleihen, paddeln, schwimmen oder Bootfahren. Highlights sind der Spreetunnel, Rübezahl mit seinen Schwänen am Steg sowie der Müggelberg inklusive Müggelturm und seinem Waldlehrpfad um den Teufelssee herum.

Bis 14 Jahre kommst du für 2,00 € auf den Turm. Das Eis in dem Restaurant ist empfehlenswert.

 

8. Berlin Story Museum, ehemals Berliner Bunker

Interessierst du dich für Berlins nationalsozialistische Geschichte, solltest du im Berlin Story Museum in der Schöneberger Straße vorbeischauen. Das Museum, das sich in einem ehemaligen Bunker befindet, ist eines der führenden Museen weltweit auf dem Gebiet des Nationalsozialismus.

Ermäßigte Tickets gibt es für 4,50 € inklusive Audioguide. Möchtest du die aktuelle Ausstellung „Hitler – wie konnte es geschehen“ besichtigen, kostet der Eintritt ermäßigt 9,00 € und der Audioguide zusätzlich 1,50 €.

 

Hast du einen der 8 Berliner Orte besucht? Schreib gern einen Kommentar zu deinen Erfahrungen!

Wie du sichere Balkone erkennst. Foto: https://www.schoeck-blog.de/2010/02/warum-das-offensichtliche-nicht-immer-so-offensichtlich-ist/

Im letzten Beitrag habe ich dir gezeigt, welche 5 Tipps dir dabei helfen können, deine Ängste zu besiegen. Falls du wie Joachim Angst davor hast von einem Balkon zerquetscht zu werden, kommt heute der Beitrag für dich. Welche Arten von Balkonen gibt es eigentlich? Was muss passieren, damit er einstürzt ? Und wie erkennst du sichere Balkone?

Zuerst einmal gibt es 4 Arten von Balkonen:

  1. Auskragende Balkone. Der Boden geht in die Decke des jeweiligen Stockwerks über. Der Balkon hängt quasi in der Luft. Das ganze Gewicht wird von der Platte getragen.
  2. Hängende Balkone. Wie der auskragende Balkon, nur trägt die Platte nicht das gesamte Gewicht, sondern nur einen Teil. Den Rest übernehmen sogenannte Traversen. Sie sind diagonal und können entweder geschmückt oder so schlicht, wie möglich gehalten werden.
  3. Anbaubalkone. Diese Art von Balkonen wird nachträglich an Häuserfassaden angebaut, wenn beim Bau keiner geplant war. Diese Art ist tricky, weil die Stützen das gesamte Gewicht tragen müssen.
  4. Vorsatzbalkone. Diese Art ist nur teilweise in der Fassade verankert. Auch hier tragen die Stützen das Gewicht. So kann man einen Balkon vergrößern.

Dabei kann ein Balkon aus Holz, Naturstein oder Beton gefertigt sein.

 

Wozu werden Balkone verwendet?

Balkone gibt es schon sehr lange. Früher dienten sie als Arbeitsplatz. Jahrelang wurde dort Kohle gelagert. Das erklärt, weshalb ein Balkon 500 kg tragen können musste!

Je nachdem, vor welchem Raum sich der Balkon befindet, hat er verschiedene Funktionen:

  • Vor der Küche: Geräte abstellen und Lebensmittel im Winter aufbewahren.
  • Vor dem Schlafzimmer: Lüften und Trocknen von Kleidung oder der Bettwäsche.
  • Zur Erholung: südlich ausgerichtet mit Sichtschutz.

 

Können sichere Balkone wirklich einstürzen?

Tatsächlich ist es so, dass ab und zu ein sicherer Balkon einstürzt. Da muss aber einiges an Gewicht zusammen kommen. In Stuttgart beispielsweise ist einer eingebrochen. Dabei handelte es sich jedoch um einen Holzbalkon, der mit 5 Tonnen belastet wurde.

Insgesamt hängt die Traglast davon ab, welche Materialien zum Bau verwendet werden. Seit 2010 muss ein Balkon mindestens 400 kg pro Quadratmeter aushalten können. Das sind 5 Personen, die 80 kg wiegen, pro Quadratmeter. Du kannst also ganz beruhigt mit deinen Freunden Zeit auf dem Balkon verbringen.

Vorsichtig solltest du aber sein, wenn du ein Planschbecken aufstellt. Wasser ist sehr schwer und das Gewicht wird oft unterschätzt, wie in dem Stuttgart-Beispiel. 10 cm hohes Wasser sind 100 kg pro Quadratmeter. Auch Pflanzentöpfe und Sonnensegel können bleischwer werden.

 

Wie erkenne ich, ob ein Balkon einsturzgefährdet ist?

Ein deutliches Merkmal sind sogenannte Ausblühungen. Das sind weiße Flecken, die auf Naturstein und Beton auftreten. Auch kannst du abgeplatzte Stellen entdecken. Rost und Risse sind ebenfalls Anhaltspunkte. Holzdielen kannst du testen, indem du kräftig darauf springst. Holz sollte spätestens alle 20 Jahre erneuert werden.

Falls du eines der Anzeichen bemerkst, ziehe einen Experten zurate. Wenn du in einer Mietwohnung wohnst, musst du auch den Eigentümer informieren. Sollte es wirklich zum Einsturz kommen, musst du bei Nichtmeldung für einen Teil des Schadens aufkommen.

 

Hast du weitere Fragen zu Balkonen? Schreibe gern in die Kommentare!

5 Dinge, um deine Ängste zu besiegen. Bild: Joanna Derks

Hast du vor etwas Angst? Angst ist wichtig für das Überleben und normal. In diesem Beitrag findest du 5 Strategien, die dir helfen deine Ängste zu besiegen.

Ängste entstehen auf zwei Arten:

  1. Ohne Grund
  2. Durch ein Ereignis, z. B. ein Trauma oder schlechte Erfahrungen

Falls du meine Kurzgeschichte „Joachim“ gelesen hast, kennst du ein krasses Beispiel für Angst. Bei dem 15-jährigen Schüler löste ein Kindheitstrauma seine Angstgefühle aus.

Joachims Fall ist aber eine Seltenheit. Im Jahr 2013 erforschten Amerikaner die Beziehung zwischen Post-Traumatischen Belastungsstörungen und Traumata . 89,7 % der Teilnehmer hatten in ihrem Leben ein Trauma erlitten. Doch nur 16,8 % entwickelten eine post-traumatische Belastungsstörung und damit einhergehend Ängste. Fast jeder hat demzufolge schlechte Erfahrungen erlebt. Aber weniger als jeder 5. erkrankte.

Beziehung von Traumata und post-traumatischen Belastungsstörungen

Joachim stellt sich seiner Angst, indem er in die Stadt geht. Als er die Panik nicht besiegen kann, sucht er Unterstützung bei seiner Mutter. Das sind 2 von 5 Strategien, die du ausprobieren kannst, um deine Ängste zu verringern.

Achtung:
Wenn du unter heftigen Ängsten, einer Angststörung oder einer post-traumatischen Belastungsstörung leidest, suche dir bitte therapeutische Unterstützung. Sie können dir mit Therapien und Medikamenten weiterhelfen.

 

1. Unterstützung suchen

Leidest du unter Ängsten, hilft es dich mit anderen auszutauschen. Sprich mit deinen Freunden, deiner Familie oder dem Vertrauenslehrer. Dabei wirst du feststellen, dass auch sie unter Ängsten leiden. Vielleicht teilt jemand dieselbe Angst wie du?

Unterstützt euch gegenseitig.

 

2. Sport treiben

Stell dir vor, du entspannst dich am Lagerfeuer. Plötzlich hörst du ein leises Knurren hinter dir. Dein Körper spannt sich an, du schüttest Hormone aus. Du weißt, dass du in 30 Sekunden tot sein könntest. Entweder du schnappst dir die Axt oder du nimmst die Beine in die Hand. Ungeachtet deiner Wahl schüttest du einen Haufen Angsthormone aus.

Unsere steinzeitliche Reaktion auf Angst wäre Bewegung gewesen. Sport und Bewegung helfen dir auch heute. Sie verringern deine Angstreaktionen.

Achtung:
Wenn du eine Panikattacke hast, solltest du dich stattdessen entspannen.

 

3. Gelassenheit üben

Manchmal rasen zu viele Gedanken durch den Kopf. Dann kannst du Angst vor der Angst entwickeln. Ein Beispiel:

Du hast Angst, im Aufzug steckenzubleiben. Als du vor dem Fahrstuhl stehst, denkst du: „Wenn ich einsteige, bekomme ich vielleicht wieder eine Panikattacke. Was, wenn es wieder ein Anfall wird? Was, wenn er steckenbleibt?“

Du bist noch nicht einmal in den Fahrstuhl gestiegen und hast bereits Angst. Durch die Angst vor der Angst steigt deine Furcht. Die Chance, dass dich beim Einsteigen Panik erfasst, ist groß. Versuche entspannt zu bleiben. Atme langsam ein und aus.

Regelmäßige Meditationen und Achtsamkeitsübungen können dir helfen, dich zu fokussieren und zu lernen, mit deinen Ängsten und Sorgen umzugehen.

 

4. Über Ängste nachdenken

Überlege, wovor du Angst hast. Gibt es bestimmte Situationen, vor denen du dich fürchtest? Stelle dir die folgenden Fragen:

  • Wovor habe ich Angst?
  • Wie realistisch ist es, dass meine Befürchtungen eintreffen?
  • Könnte auch etwas anderes passieren? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Befürchtung nicht eintrifft?

Wenn du möchtest, kannst du dich wie in Tipp 1 mit anderen zusammenschließen. Sprecht über eure Ängste. Arbeitet zusammen an den Fragen. Überlegt gemeinsam, wie realistisch die Befürchtungen sind.

 

5. Sich Ängsten stellen

Es heißt, Einstein litt unter Höhenangst. Er sei so oft auf einen Kirchturm gestiegen, bis er keine Angst mehr vor der Höhe hatte. Sein Körper gewöhnte sich daran.

Wenn du mutig bist, kannst du es ähnlich wie Einstein machen. Therapeuten nennen diese Art mit Ängsten umzugehen, Konfrontationstherapie. Durch die Konfrontation lernst du, dass du deine Furcht bewältigen kannst, und gewinnst Selbstvertrauen.

  1. Kleinere, angsteinflößende Situationen meistern
  2. Dich dann an schwerere Situationen heranwagen

Dieses Vorgehen wird „systematische Desensibilisierung“ genannt.

Auch Joachim konfrontiert sich mit seinen Ängsten. Wie er wirst du deine Ängste nicht sofort bezwingen können. Dein Körper und Gehirn brauchen Zeit, um sich an die neuen Umstände anzupassen.

 

Wie besiegst du deine Ängste? Teile gern deine Erfahrungen in den Kommentaren.

Joachim im Interview

Braunes, zerzaustes Haar, ebenso braune Augen, ein grauer Hoodie und schwarze Jeans. Den 15-Jährigen kennen wir wegen seiner Vergangenheit. Als er vier Jahre alt war, stürzte sein Vater vom Balkon. Seitdem plagen ihn Alpträume, Halluzinationen, Angstzustände. Joachim erzählt im Interview mehr von sich und seinen Erfahrungen.

 

Hallo Joachim! Es freut mich, dich in diesem Interview begrüßen zu dürfen. Was ist das früheste Erlebnis, an das du dich erinnern kannst?

Das ist natürlich die, wie mein Vater starb. Ich glaube, wenn einem sowas passiert ist, kann man es kaum vergessen. Trotz zahlreicher Therapien konnte ich noch nichts dagegen tun.

 

Das tut mir leid. Wer war denn, als du klein warst, deine wichtigste Bezugsperson?

Mein Vater. Obwohl er tot ist, kreisten meine Gedanken stets um ihn. Was hätte er bei meiner Einschulung gesagt? Oder als ich auf die Gesamtschule kam? Ich vom Skateboard gefallen und mir das Knie aufgeschlagen habe? Ich glaube, das Schlimmste ist nicht zu wissen, wie er war. Ich war zu klein, um mich an ihn zu erinnern.

 

Wo bist du denn aufgewachsen und wie verlief deine Kindheit nach dem Tod deines Vaters?

Nach dem Tod war es sehr schlimm. Ich konnte nachts nicht schlafen, hatte Albträume. Wir mussten umziehen, weg von dem Haus mit dem Balkon in ein kleines, ebenerdiges Appartment. Da wohnen wir heute noch. Meiner Mutter hat alles getan, was sie konnte, um mir zu helfen. Sie hat aber natürlich auch getrauert und da war noch meine kleine Schwester, die damals erst ein Jahr alt war. Ich glaube, dass es für niemanden leicht war.

 

Ja, das kann ich gut nachvollziehen. Wie war es denn in der Schule bisher?

Na ja, meine Grundschulzeit war in Ordnung. Ich hatte Freunde und mein Leben verlief größtenteils so wie das der anderen. Dass ich nachmittags zu den Therapien musste, störte manchmal, aber Kinder kriegen sowas noch nicht so mit, glaube ich. Wenn ich in der Schule war, war ich einer von vielen. Ich war gut im Sport und gehörte zu denen, die nicht gemobbt wurden. In der Oberschule wurde es schlimmer. Ich habe ein paar Kumpels, auch einen aus der Grundschule in der Klasse. Sie stellen mehr Fragen. Es geht mehr um Äußerliches. Ich bin jetzt in der 10., da sind Aussehen und Freundinnen wichtig. Hinter der Schule hab ich mal ein Mädchen geküsst, dass meinen Skaterlook cool fand. Ansonsten hab ich nicht viel Erfahrung mit Mädchen, obwohl ich eins ganz süß finde …

 

Bleiben wir bei den guten Dingen. Was ist deine schönste Erinnerung?

Die an meine kleine Schwester. Nach einer Panikattacke nahm sie mich in den Arm. Ich sah, dass sie Angst vor mir hatte, dennoch kam sie zu mir und tröstete mich. Als kleine Schwester! Ich hätte ihr nie solchen Kummer bereiten sollen.

 

Und jetzt deine schlimmste Erinnerung.

Von wegen gute Dinge. Lacht. Abgesehen von meinem Trauma wohl, als ich das halbe Haus auseinandergenommen habe. Meine Mutter war außer sich … Das war noch ganz früh, da hatte ich im Fernsehen einen Balkon gesehen. Ich drehte durch … Bis ich wieder klar denken konnte, waren schon das Wohnzimmer und die Küche verwüstet.

 

Abgesehen davon, gab es Unfälle in deinem Leben?

Einmal habe ich mir beim Skaten den Arm gebrochen und bin letztes Jahr mit einem Kumpel vom Moped gestürzt. Wir hatten einen Unfall mit einem Auto. Es war Glück, dass wir noch leben. Unsere Beziehung hat sich seitdem verändert. Wir wissen, dass wir dem anderen vertrauen können.

 

Würdest du gern etwas ungeschehen machen?

Jetzt wird’s tief. Eigentlich jeden Moment, in dem ich meine Schwester verletzt oder ihr Kummer bereitet habe. Ich bin manchmal sehr eifersüchtig auf ihr normales Leben. Dann weiß ich wieder, dass ich oft für ihren Schmerz verantwortlich bin.

 

Was ist deiner Meinung nach das Wichtigste im Leben?

Liebe. Nein, ehrlich. Weil es so viel umfasst. Verständnis, Nähe, Freundlichkeit, Akzeptanz und Toleranz. Ich denke, es ist das Wichtigste, was ein Mensch braucht.

 

Was möchtest du in deinem Leben noch erreichen?

Ey, ich bin 15! Lacht. Nach der Schule will ich Illustrator werden. Und meine Angst verlieren. Das wäre cool.

 

Wovor hast du heute noch Angst?

Noch immer das Trauma. Tja … und Mädchen ansprechen. Lacht.

 

Was denkst du, bist du für ein Mensch?

Ich glaube, ich bin auf der einen Seite stark und auf der anderen schwach. Ich bin jetzt so lange mit dieser Angst durchs Leben gegangen. Ich weiß gar nicht, wie das Leben ohne sie wäre. Das macht mich stark. Dann habe ich Tage, an denen ich am liebsten sterben würde … Wenn ich schwach bin und nicht mehr kämpfen kann. Doch dann denke ich an meine Mutter, meine Schwester, meine Kumpel … Dann weiß ich, wofür ich lebe und dass ich geliebt werde.

 

Und wie denken andere von dir?

Ich glaube, manche halten mich für einen Freak. Wer mich in der Stadt sieht, wie ich zwischen Autos kauere, der denkt doch, ich bin verrückt. Meine Freunde kennen mich und helfen mir, wo sie können. Meine Familie auch. Ihnen allen bin ich sehr dankbar.

 

Vielen Dank, Joachim. Schön, dass du hier warst. Bis bald!

5 Dinge, die du nicht über Joachim wusstest

Du hast Joachims Geschichte gelesen und mit ihm mitgefiebert. Jetzt möchtest du mehr über ihn wissen, als in 6 503 Zeichen passen. In diesem Beitrag habe ich 5 Dinge über Joachim zusammengestellt, die du noch nicht über den 15-jährigen Schüler mit dem quietschgrünen Hoodie wusstest. Viel Spaß beim Lesen!

 

1. Joachim hat eine Schwester namens Thea

Sie ist 12 Jahre alt und besucht die 7. Klasse derselben Gesamtschule wie Joachim. Dennoch gehen sie nie gemeinsam zur Schule, denn die beiden verbindet eine Hassliebe. Joachim ist neidisch auf seine Schwester, der alles perfekt zu gelingen scheint. Sie hat gute Noten und wird vor allem nicht von einem Therapeuten zum nächsten geschleust. Thea dagegen kämpft mit den Wutausbrüchen und Gemeinheiten ihres Bruders.

 

2. Er spielt Fußball und zeichnet Comics

Seine Lieblingsmannschaft ist der FC Barcelona. Wenn er nicht an seinem Fidget Spinner hängt, doodelt Joachim oder zeichnet kurze Comics. Freunde finden vor allem seine Merkel-Karikatur witzig.

 

3. Joachim geht in die 10. Klasse einer Gesamtschule

Weil er weiter zeichnen und mit seinen Freunden kicken will, macht er nach dem Mittleren Schulabschluss das Abitur. Und dann? Will er eine Ausbildung oder ein Kunststudium machen, um Illustrator zu werden.

 

4. Er ist heimlich in seine Mitschülerin verknallt

Sie hat feuerrotes Haar, blaue Augen, tausend Sommersprossen und nennt sich selbst Micky. Mit ihrer aufgeweckten Art und guten Laune, die sie ständig im Klassenzimmer versprüht, ist sie oftmals das Gegenteil von Joachim. Aber pssst, das hast du alles nicht von mir gehört!

 

5. Joachim gehört zu den wenigen 16,8 %, die nach einem Trauma eine Angststörung entwickeln

Mehr zu diesem Thema erfährst du in diesem Beitrag. Oft denken wir, dass Ängste oder Verhaltensmuster auf schlechten Erfahrungen in der Kindheit beruhen. Doch das ist nicht immer der Fall. Umgekehrt muss nicht jeder mit einem Trauma in der Kindheit mentale Einschränkungen entwickeln. Bleib dran!

 

Update vom 30.03.2020:  Dir reichen diese 5 Dinge nicht über Joachim? Lies mehr im Interview!

 

Hast du Fragen an Joachim? Schreib deine Fragen gern in die Kommentare!