Snowdrop Manor - Tage unter Krähen

Die Dark Fantasy „Snowdrop Manor – Tage unter Krähen“ von Regina Meißner lag gefühlt ewig auf meinem SuB. Ich liebte das Cover und den Klappentext, musste mir das Buch sofort besorgen. Auf der anderen Seite traute ich mich nicht, zu beginnen, da ich mich davor fürchtete, den Einzelband auszulesen.

„Snowdrop Manor – Tage unter Krähen“ erschien am 20. März 2020 im Sternensand Verlag, bei mir im selben Jahr unterm Weihnachtsbaum. Von der Autorin hatte ich bereits „Venturia – Juwelen und Verfall“ gelesen, was mir extrem gut gefallen hatte.

Inhalt

In „Snowdrop Manor – Tage unter Krähen“ begleiten wir die 20-jährige Lauren dabei, wie sie bei einem Brand alles verliert: Ihre Heimat, ihre Familie. Da taucht eines Tages ein Mann auf, der sich als ihr Onkel Wesley Cunningham vorstellt. Aufgrund einer Familienfehde soll sie nie etwas von ihm gehört haben. Er lädt sie auf das Anwesen Snowdrop Manor ein, um das sich einige Geschichten ranken. Weil sie keine andere Möglichkeit hat, als seiner Einladung zu folgen, stimmt sie zu. Doch warum sieht sie plötzlich überall Krähenschwärme? Und wer ist der charismatische und magiebegabte Lord Beauford, Herr des Anwesens?

Rezension: „Snowdrop Manor – Tage unter Krähen“

Wie schon bei „Venturia – Juwelen und Verfall“ gefiel mir der Schreibstil wieder sehr. Meißner schafft es wiederholt, spannende Charaktere zu entwerfen, denen ich gern durch das Buch gefolgt bin. Der Anfang war mich persönlich zu lang, da ich nach dem spannenden Klappentext sofort auf Snowdrop Manor ankommen wollte. Als ich dann dort war, packte es mich so richtig und nahm die Handlung an Fahrt auf. Geräusche hier, Schritte da, Geheimnisse hinter jeder Ecke. Für mich war es eine Mischung aus Jane Eyre und Rebecca mit Elementen der klassischen Gothic Novel.

Obwohl sich das Rätsel vergleichsweise schnell auflöste und ich den Übeltäter kannte, war es nervenaufreibend, Lauren dabei zuzuschauen, ob sie alles gewinnen oder verlieren würde. Ein solides, kurzweiliges mit einem für mich als Lesende weniger verstörenden Ende als bei „Die letzten Zeilen der Nacht“.

„Snowdrop Manor – Tage unter Krähen“ sei an alle empfohlen, die Magie mögen und sich gern ein bisschen gruseln möchten. Ich freue mich darauf, weiter Bücher von Regina Meißner lesen zu können.

4/5 ⭐

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Mit  „Die Seelen der Kamere“  schuf Selina Wilhelm den Abschluss der Sormiedenherz-Dilogie. Der 2. Band erschien am 10. März 2021, wieder über Books on Demand (BoD), und entführt uns wieder in die Welt der Sormieden, in der das begonnene Abenteuer weitergeht.

Inhalt

Gabriel ist losgezogen, um die schwarze Feder der Kameren zu finden, doch als einer der Götter ihn vor dem Unheil warnt, kehrt er mit leeren Händen zurück nach Todora. Hanna wird tiefer in die Machenschaften der Götter verwickelt und schließlich bleibt die Frage: Werden Tori, Gabriel, Drandil und Hanna die Welten der Menschen und Sormieden vor Luriel und den Göttern beschützen können? Zu welchem Preis?

Rezension: „Die Seelen der Kamere“

Wie der Vorgänger glänzt „Die Seelen der Kamere“ mit handwerklichem Geschick und mit einem deutlich besseren Korrektorat als die Erstauflage des 1. Bandes. Wilhelm schaffte es erneut, mich in den Bann zu ziehen, sodass ich statt 50 Seiten plötzlich 150 an einem Stück gelesen hatte. Erfrischend und ungewöhnlich fand ich auch, dass sie uns einen Einblick in das Leben der Figuren gewährt, nachdem die „finale Schlacht“ geschlagen wurde.

Besonders sympathisch waren mir die Figuren, ganz besonders Leora, die ich sofort ins Herz geschlossen und als meine heimliche Protagonistin auserkoren habe. Wenn ihr „Die Seelen der Kamere“ lest, wisst ihr, warum. Außerdem treffen wir auf ein paar Personen, von denen wir zwar bereits gehört, sie aber noch nicht persönlich getroffen haben. Auch werden Zusammenhänge verdeutlicht und Fragen beantwortet, die am Ende des 1. Bandes zu recht offenblieben.

Fazit

Wer den 1. Band mochte, der wird auch den 2. Band mögen. Wer den 1. Band noch nicht gelesen hat, der sollte dies nun tun. Denn die Sormieden-Dilogie ist ein Fantasyroman mit tollen Charakteren (Leora!), einer spannenden Hintergrundgeschichte und einem solide ausgeführten Handwerk. Absolute Empfehlung!

4,5/5 ⭐

 

Vielen Dank an Selina Wilhelm, die mir ihr Fantasy-Baby als Rezensionsexemplar in Obhut gegeben hat.

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Die High-Fantasy „Der Gesang des Sturms“ von Liane Mars erblickte das Licht der Welt ein zweites Mal als Sammelband beim Drachenmondverlag. Der Sammelband wurde am 22. Juli 2020 veröffentlicht; zuvor erschienen beide Bände einzeln im August 2015 im Selfpublishing.

Inhalt

Sirany ist eine Farreyn, die Tochter eines Bauern und hübsch anzusehen. Ihr Lehnherr hat es auf schöne Frauen abgesehen, weshalb Sirany im Dorf versteckt wird. Regelmäßig zieht es sie, an den Wachen vorbei, in den angrenzenden Wald. Dort lassen sich mehrere Krieger aus Assanien nieder, um die sich Gerüchte von Mord und Totschlag ranken. Als Sirany auf dem Weg zum Wald ist, stellt sie einer der patrouillierenden Wachen: Bei dem Kampf um ihr Leben stürzt sie in den Fluss, aus dem sie der Krieger Elendar rettet. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden und eine Anziehung, die beide ins Chaos stürzt …

„Der Gesang des Sturms“ handelt von Liebe, Verrat, Freundschaft und Familienbanden. Es geht darum, über sich selbst hinauszuwachsen und für sich einzustehen – auch wenn dies nicht immer möglich ist. Leider scheint die Prämisse des Bands zu sein: „Du kannst dich noch so anstrengen, am Ende bist du nicht Frau deiner Taten, sondern wirst von Männern herumgescheucht wie Vieh nach Lust und Laune.“

Rezension: „Der Gesang des Sturms“

Erzählt wird die Geschichte um Sirany und Elendar von einem auktorialen Erzähler, der teils mit der eigenen Meinung deutlich in den Vordergrund tritt und Ereignisse voraussagt. Im ersten Band werden hauptsächlich die Ereignisse um die beiden Liebenden aufgegriffen, im zweiten Band treten diese in den Hintergrund und werden andere Figuren der sechs verschiedenen Völker relevant.

Der erste Band bzw. die Hälfte des Sammelbandes haben mir sehr gut gefallen: Die Freundschaft und die zarten Gefühle, die sich zwischen Elendar und Sirany in einer gefährlichen Welt im Kampf um die Vorherrschaft eines Volkes entwickeln, konnte die Autorin feinfühlig dargestellen. Ein Ereignis jagt das nächste, eine Wendung hier und da, die zum Weiterlesen animieren. Im ersten Band fieberte ich mit – bis der zweite Band anbrach und mit den begonnen Regeln brach: Plötzlich wurde nicht mehr aus der Sicht von Sirany und Elendar erzählt, sondern teilten sich zahlreiche Charaktere die Hauptsendezeit. Dadurch verlor ich den Kontakt zu den Hauptfiguren; Siranys Handlungen und Entscheidungen konnte ich zunehmend weniger nachvollziehen, sie standen für mich lose im Raum. Einige Entscheidungen machten mich gar wütend.

Entgegen meiner Erwartung beim Titel „Der Gesang des Sturms“ tauchen weder ein magischer Sturm noch Magie im Allgemeinen auf. Die Fantasywelt wird von sechs Menschenvölkern besiedelt, die mittelalterlich anmuten. Sie reiten auf Pferden oder Ponys und hüten Kühe, Schafe und dergleichen. Dennoch gefiel mir die geschaffene Welt mit den Konflikten, die aus den verschiedenen Kulturen herrührten.

Fazit

Die beiden Teile im Sammelband bzw. Bände der Dilogie möchte ich getrennt betrachten. Der 1. Band gefiel mir sehr gut, machte Lust auf mehr und konnte mich fesseln. Leider schloss der 2. Band nicht daran an, löste die Identifizierung mit den Hauptfiguren auf und lies mich zwischenzeitlich frustriert zurück.

„Der Gesang des Sturms“ kann ich dennoch empfehlen, wenn du in eine Fantasywelt ohne Magie eintauchen möchtest und zahlreiche Erzählperspektiven mit einem auktorialen Erzähler magst.

1. Band: 4/5 ⭐
2. Band: 2/5 ⭐
Insgesamt: 3/5 ⭐

 

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Das Kinderbuch „Flüsterwald – das Abenteuer beginnt“ ist der Beginn einer Urban-Fantasy-Reihe von Andreas Suchanek. Die Illustrationen stammen aus der Feder von Timo Grubing, erschienen ist das Buch im Ueberreuter Verlag am 20. Juli 2020.

Inhalt

In „Flüsterwald – das Abenteuer beginnt“ entführt uns der Autor in das Leben eines Jungen namens Lukas – der so gar keine Lust hat, in das piefige Dorf zu ziehen, nur weil sein Vater dort hinversetzt wurde. Eine absolute Blamage ist, dass Lukas dieselbe Schule besuchen muss, an der sein Vater Lehrer ist … Schlimmer hätte es kaum kommen können.

Zum Glück sind noch Sommerferien, für ein paar Wochen kann sich Lukas seinem Schicksal entziehen. Er streift durch die Wälder hinter dem Haus und entdeckt nachts einen Lichtschimmer unter dem Bücherregal in seinem Zimmer, das sich als Geheimtür herausstellt. Auf der anderen Seite befindet sich das geheime Studierzimmer des verschollenen Professors: Zahlreiche Phiolen mit Zauberpulvern säumen die Regale. Bald erfährt Lukas, dass es in dem Wald hinter dem Haus eine magische Welt gibt … den Flüsterwald.

Rezension: „Flüsterwald – das Abenteuer beginnt“

Beim Lesen des 1. Bandes kommt keine Langeweile auf, weil der Autor genügend Action in die Szenen wirft und Fragen offenlässt, die beantwortet werden wollen. Von einer Verfolgungsjagd geht es zur nächsten; man fragt sich, was es mit all dem auf sich hat. Spannend geht es auch weiter, als Lukas tiefer in den Flüsterwald taucht und einige Gefahren auf ihn warten – glücklicherweise erhält er Unterstützung von zwei Fabelwesen, die er sofort ins Herz schließt. Die Illustrationen ergänzen „Flüsterwald – das Abenteuer beginnt“ und sind durchweg schön anzusehen.

Als langatmig empfand ich die extrem lange Verfolgungsjagd, die gefühlt ⅔ des Buches beansprucht. Ich hätte mir gewünscht, mehr über die Welt zu erfahren, statt ständig mit Lukas und seinen Gefährten wegzulaufen. Platt waren nach einiger Zeit auch die Witze, die stets wiederholt wurden nach dem Schema: „Wir machen das so. Ihr etwas nicht?!“ – „Nein.“ – „Menschen sind sowas von unterentwickelt – wie können sie überhaupt so lange überlebt haben?!“

Fazit

Insgesamt ist der 1. Band „Flüsterwald – das Abenteuer beginnt“ ein actiongeladener Auftakt für eine Fantasyreise á la Narnia. Für Jungen und Mädchen ab 9 Jahren haben auch ihre Eltern Spaß an der Geschichte. Hoffentlich können die Folgebände mit dem Auftakt mithalten.

4/5 ⭐

Mehr Fantasy bieten dir die Welt-der-Elemente-Reihe sowie die Drei-Kronen-Saga.

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„Die Federn der Kamere“ ist der 1. Band der Sormiedenherz-Dilogie von Selina Wilhelm. Der High-Fantasy-Roman erschien am 27. Oktober 2020 via BoD und empfiehlt sich für Jugendliche und Erwachsene ab 16 Jahren.

Inhalt

Der Sormiedenkrieger Gabriel reist in die Menschenwelt, um seine Welt vor der Rache der Götter zu beschützen. Wie alle Sormieden trägt er einen Funken der Götter in sich – ursprünglich, um der Welt das Gutes zu bringen. Doch wie in den Menschen steckt auch Böses in dem Volk der Sormieden. Während Luriel, Herrscher über Xanon, seine Truppen gegen das Sormiedenland Nardaril sammelt, besorgt Gabriel die Gaben für die Götter bei den Menschen. Kurz bevor er seine Aufgabe erledigt hat, trifft er auf die stumme Hanna, die sich mit ihrer inneren Stäkre und Sanftheit augenblicklich einen Platz in seinem Herzen bahnt.

Thematisch handelt „Die Federn der Kamere“ um die großen Fragen des Lebens. Es geht um Verlust, Mut und Liebe.

Rezension: „Die Federn der Kamere“

Der erste Band der Dilogie hat mich von der ersten Seite an überrascht. Ich erwartete nicht, dass mich mit „Die Federn der Kamere“ ein spannender, handwerklich geschickter Roman erwarten würde. Stattdessen ging ich davon aus, nett unterhalten zu werden – mehr nicht. Die Welt dagegen ist detailliert gezeichnet und die Protagonisten erreichen eine Tiefe, die mit einem Roman aus einem Publikumsverlag mithalten kann.

Hanna, Gabriel und die vielen Nebencharaktere wirken dreidimensional, nicht einmal Randfiguren sind oberflächlich dargestellt. Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig; der personale Erzähler untermalt die Fantasywelt. Die Geschichte wird abwechselnd aus Hannas und Gabriels Perspektive erzählt. Zahlreiche andere Bücher nutzen hier den Ich-Erzähler – ich war entzückt, dass dies in „Die Federn der Kamere“ nicht der Fall ist.

Der Roman hat zu meinem Bedauern einen Makel: Es lassen sich zahlreiche Tipp- und Kommafehler finden, über die man hinweglesen sollte. Denn „Die Federn der Kamere“ ist ein solider Auftakt der Autorin und sollte auch in deinen Händen eine Chance bekommen, wenn du Fantasy liebst.

Mir bleibt jetzt nur noch auf den 2. Band „Die Seelen der Kamere“ zu warten, der voraussichtlich im April 2020 erscheinen soll.

4,5/5 ⭐

Mehr Fantasy-Rezensionen findest du bei der Drei-Kronen- und Welt-der-Elemente-Reihe!

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Die letzten Zeilen der Nacht

Der Romantasy-Einzelband „Die letzten Zeilen der Nacht“ erschien am 4. Oktober 2018 im Drachenmond Verlag. Jo Schneider verbindet in diesem Buch den westafrikanischen Gestaltenwandler Anansi mit einer Liebesgeschichte um Schuld und Wahrheit.

Inhalt

Saiza schreibt für ihr Leben gern: egal ob Tag oder Nacht, die Worte fließen nur so aus ihrer Feder. Zum Schreiben benutzt sie alles, was ihr zur Verfügung steht. Auch wenn dies nur herabgefallene Blätter sind. Ihr Vater unterstützt sie dabei, doch in ihrer Welt ist das Schreiben und Veröffentlichen Männern vorbehalten. Erst nach dem Umzug der Familie findet Saiza jemanden, der ihren Worten lauscht: den Spinnenfürsten in dem Wald hinter ihrem Haus. Von den Dorfbewohnern als Seelenstehler gefürchtet, fühlt sich Saiza von ihm angezogen … Eines Tages besuchen Gotttöter das Dorf; sie sind gekommen, um den Spinnenfürsten zur Strecke zu bringen. Saiza muss eine Entscheidung treffen: Stellt sie sich auf die Seite der Dorfbewohner und ihre Familie oder unterstützt sie den Spinnengott?

Rezension: „Die letzten Zeilen der Nacht“

So zieht diese Liebesgeschichte die Lesenden in einen Strudel aus Wahrheit und Lüge, bei der man sich nie sicher sein kann, was auf der nächsten Seite lauert. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und ästhetisch: „Geschichten sind die Worte unseres Herzens, geschrieben mit der Tinte unserer Fantasie, geformt von der Feder unseres Verstands.“ Die Handlung wird aus Saizas Perpektive beschrieben. Dank des Ich-Erzählers konnte ich mit Saiza fühlen, sowohl ihr Leid als auch ihre Freuden. Der Spinnenfürst ist ein klassischer Trickster/Gestaltenwandler, bei dem wir nie wissen, was er als Nächstes plant. Deshalb bleibt „Die letzten Zeilen der Nacht“ bis zur letzten Seite spannend.

Schneider schafft es wiederholt, mich mit ihrem Stil in den Bann und ihre Welt zu ziehen. Obwohl ich auf ein anderes Ende gehofft hätte, kann ich „Die letzten Zeilen der Nacht“ nur empfehlen.

4,5/5 ⭐

Jo Schneider hat noch mehr Fantasy-Bücher geschrieben. Schau doch mal bei meinen Rezensionen zu ihrer Drei-Kronen-Saga vorbei!

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Mit „Drachenmut“ setzte die Autorin Alexis Snow ihre Urban-Fantasy-Trilogie beim Papierverzierer Verlag fort. Der zweite Teil erschien am 19. Juli 2018 und führt Lesende erneut ins heutige Köln. Die Neuauflage gibt es seit dem 22. Juni 2020 bei BoD.

Inhalt

„Drachenmut“ beginnt dort, wo der erste Teil aufhörte: Louisa lebt wieder, jedoch ist ihr Element blockiert und sie wird mit jedem Tag mehr und mehr zur Leeren. Ihr Schicksal scheint nicht aufzuhalten zu sein, bis die Einheit um Lea einer neuen Verbündeten begegnen … Um Louisa zu retten, muss Lea ihre Drachenmacht anzapfen und mit ihrer Ahnen in Verbindung treten – leichter gesagt als getan! Am Ende des Bandes schließt die Einheit einen Pakt, den es im dritten Band einzulösen gilt …

Rezension: „Drachenmut“

„Drachenmut“ hat mich positiv überrascht. Konnte die Autorin mich im ersten Band nicht gänzlich überzeugen, so sind ihre handwerklichen Fähigkeiten im zweiten Band gereift. „Drachenmut“ wird wie gehabt aus zwei Ich-Perspektiven erzählt, die nun deutlich voneinander abgegrenzt werden können. Ich musste mich nicht mehr fragen, wer denn nun spricht, da es die Autorin dieses Mal schafft, eigene Stimmen für die zwei Protagonistinnen Lea und Louisa zu schaffen. Handwerklich geschliffen riss mich die Handlung in diesem Band dagegen weniger vom Hocker. Die Bösen und Guten hatten einen stillschweigenden Waffenstillstand, es wurde an sich und anderen gezweifelt – in seitenlangen inneren Monologen. Wer Action erwartet, muss sich in „Drachenmut“ etwas gedulden. Die Freundschaften wurden dagegen schön herausgearbeitet – leider manchmal in zu langen oder belanglosen Dialogen. Das neue Cover ist atemberaubend. Im Hintergrund versteckt sich wieder der Kölner Dom. Ist das Louisa, die dort abgebildet ist?

Insgesamt ist „Drachenmut“ eine solide Fortsetzung. Die Autorin glänzt mit handwerklichem Geschick, das vom ersten zum zweiten Band deutlich zugenommen hat. Leider ist die Handlung manchmal etwas träge; wer nach Action sucht, findet sie seitenweise nicht. Dennoch ist „Drachenmut“ für jeden zu empfehlen, der den ersten Band mochte, und wissen möchte, wie es mit unseren Freunden weitergeht. Denn „Freundschaft“ ist der Kern der Welt-der-Elemente-Reihe.

3,8/5 ⭐

Noch mehr Fantasy: Schau doch mal bei der Drei-Kronen-Saga oder Cursed – Die Auserwählte vorbei!

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„Den Sternen das Ende“, der letzte Band der Trilogie Drei-Kronen-Saga, erschien am 31. Januar 2020 im Drachenmond Verlag. In dem High-Fantasy-Roman für Jugendliche kämpfen die vertrauten Charaktere um den Erhalt ihrer Welt.

Inhalt

Aus der Unterwelt Under zurückgekehrt, setzen Ciara, Grau und Kazra alles daran, den Untergang Arkasias zu verhindern. Denn Karulath und seine Königin, die Herrscher der Unterwelt, wünschen, die Welt umzukehren: Under in die Oberwelt, Arkasia in die Unterwelt. Um das Umkehren der Welt zu verhindern, müssen Ciara und Kazra die drei Rätsel der Welt aufspüren. Doch Karulath schläft nicht, sondern greift Arkasia wieder und wieder an. Schließlich stehen sich unsere Helden und die Dämonen der Unterwelt im letzten Kampf um das Weltgefüge gegenüber.

Rezension: „Den Sternen das Ende“

Nach einem doch eher schwachen 2. Band, konnte mich der 3. wieder abholen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und ansprechend, die Figuren sind sympathisch. Ciara glänzt mit einer schnellen Auffassungsgabe. Leider hat sie mich manchmal abgehängt und ich hatte das Gefühl, mir würden wertvolle Informationen fehlen, um das gesamte Geschehen zu begreifen. Viele Wendungen, Verbindungen zwischen Orten und Charakteren bringen Kurzweiligkeit, während die Lesenden zum Finale voranschreiten. Der letzte Kampf dauerte nach meinem Geschmack zu lang. Ich hätte es lieber gesehen, wenn dieser kürzer ausgefallen wäre und stattdessen mehr auf andere Aspekte eingegangen wäre. Z. B. weiß ich bis heute nicht, was mit Lhorrdra geschehen ist. Vielleicht ist das in all dem Getümmel einfach untergegangen. Die Dreiecksgeschichte hat mich auch etwas hängengelassen. Sie wirkt auf mich, als könne sich Ciara entweder nicht zwischen den Zwillingsbrüdern entscheiden oder sei polyamor. Insgesamt hat mir der letzte Band besser gefallen als der 2. Vielleicht werden einige Punkte deutlicher, wenn man die gesamte Saga erneut liest.

Insgesamt führt „Den Sternen das Ende“ zu einem runden Abschluss der Trilogie. Ich denke, dass sie einen Reread wert ist, da bei mir noch einige Fragen offen sind. Für alle, die die Reihe noch nicht kennen und High Fantasy lieben oder sich nicht scheuen, mal hineinzuschauen, ist die Drei-Kronen-Saga auf jeden Fall eine Empfehlung.

4,5/5 ⭐

 

Schau dir gern auch meine Rezensionen zu den ersten beiden Bänden „Dem Feuer die Seele“ und „Den Knochen der Abgrund“ an! Lieber Lust auf Drachen? Dann ist vielleicht  „Drachenblut“ das Richtige für dich. 

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„Den Knochen der Abgrund“ ist der zweite Band aus der High-Fantasy-Reihe „Drei Kronen Saga“ von Jo Schneider. Er erschien am 27. August 2019 im Drachenmond Verlag.

Inhalt

Nachdem Ciara und Grau, der Winterkönig, in einen Hinterhalt gelockt wurden, werden sie im Schloss des Sommerkönigs gefangen gehalten. Ciara soll wieder ihre Rolle als Sommerprinzession einnehmen, während Frau in den Verliesen gefoltert wird. Die Prinzessin sieht nur einen Ausweg: Sie schließt einen Pakt mit dem Dämon Kazra. Mit seiner Hilfe befreit sie Grau und kann zurück ins Winterreich fliehen. Doch Ciara muss ihr Wort halten und folgt Kazra in die Unterwelt Under.

Dort angekommen muss sie sich mehreren Prüfungen stellen. Erst als sie diese bestanden hat, erfährt sie, wer sie wirklich ist. Die Dämonen entpuppen sich als Verstoßene, die die Welten tauschen wollen. Ragnarök bezeichnet den Moment, in dem das Sommer- und Winterreich mit der Unterwelt Plätze tauschen. Als eine der drei Elementenseelen, dem Feuer, soll Ciara den Dämonen dabei helfen, von der Unter- in die Oberwelt zu gelangen. Doch Ciara hat ganz andere Pläne und versucht mit ihren gewonnenen Freunden aus Under zu fliehen.

Im 2. Band „Den Knochen der Abgrund“ geht es thematisch immer noch um Ciaras Reise, die nach und nach ihre Identität entdeckt, aber noch stets nach ihrem Platz in der Gesellschaft sucht.

Rezension: „Den Knochen der Abgrund“

„Den Knochen der Abgrund“ ist nach wie vor flüssig und teils humoristisch geschrieben. Wieder blickt die Lesenden aus der Ich-Perspektive auf die Geschehnisse und fiebert mit Ciara mit. Auch in diesem Band kommt die Welt, die Schneider entworfen hat, zur Geltung. Wurden im ersten Band das Sommer- und Winterreich beschrieben, so lernen die Lesenden nun die Unterwelt und deren Bewohner kennen. Leider konnte der 2. Teil mich nicht so begeistern wie der erste. Die anfänglichen Prüfungen, die sich über etliche Seiten des Romans erstrecken, wirken wie ein Lückenfüller, der wenig zu Ciaras Entwicklung oder der Handlung beiträgt.

Interessant dagegen fand ich die Hintergründe zu den Figuren, wie bspw. die Begebenheiten zu Kazra und Grau oder der Fae Aïrael. Das Ende hat mich extrem verstört. In diesem Moment wollte ich zur Abwechslung einmal nicht in Ciaras Perspektive feststecken, denn die Seiten zu überblättern, brachte ich nicht übers Herz. Mein Seelenheil hätte sich gefreut, wenn hier ausnahmsweise aus einer anderen Perspektive erzählt worden wäre.

Insgesamt ist „Den Knochen der Abgrund“ eine solide Fortsetzung des 1. Bandes. Leider konnte er mich nicht so faszinieren wie der 1. Teil. Deshalb spreche ich lieber nur eine Empfehlung für jene aus, die entweder vom 1. Band ebenso beeindruckt waren wie ich oder die es nicht schlimm finden, wenn der 2. Teil einer Trilogie schwächelt. Ich hoffe, dass der Abschluss der Reihe wieder Fahrt aufnimmt und mich mit einem zufriedenen Gefühl zurücklässt.

3/5 ⭐

Lies gern meine Rezension zum 1. Band “Dem Feuer die Seele” oder hinterlasse deine Meinung zu dem Buch in den Kommentaren.

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Inhalt

Die 18-jährige Aileana, Lea, ist eine Jugendliche, die am liebsten so normal wie die anderen wäre. Seit sie denken kann, fühlt sie sich fremd und nirgendwo dazugehörig. Von ihrer Klassenkameradin Joelle wird sie gemobbt und steht im Schatten ihres Zwillingsbruders, der die Aufmerksamkeit stets auf sich zieht. Eines Tages besucht die Klasse den Kölner Dom, in dessen Schatzkammer sich Lea von einer Drachenstatue magisch angezogen fühlt. Visionen suchen sie heim sowie der Drache Sirion, der sich in ihrem Kopf einnistet. Da begegnet sie auch noch einem geheimnisvollen Mann mit sturmgrauen Augen und taucht in eine Welt ein, die sie als „Fantasie“ abgetan hatte. Auf einmal Teil der Welt der Elemente, entpuppt sich Lea als Nachfahrin der Drachen, der die Welt retten muss. Unterstützung erfährt sie von ihrer Einheit, die die fünf Elemente der Welt vereinen, sowie ihrem Zwillingsbruder Chris und ihrer Seelenschwester Louisa. Den Showdown des 1. Bandes markiert Chris Entführung, bei dem Lea und ihre Einheit alles Gelernte anwenden müssen, um einen Verrat aufzudecken und Leas Verbindung zum Drachenblut zu wecken.

Thematisch handelt „Drachenblut“ von Leas Suche nach Zugehörigkeit. Stets eine Außenseiterin, versucht sie ihren Platz in der Welt zu finden.

Rezension: „Drachenblut“

Der erste Band der Welt-der-Elemente-Reihe und gleichzeitig das Debüt der Autorin bietet spannende Ansätze und kurzweilige Unterhaltung. Der Schreibstil ist angenehm und mühelos lesbar. „Drachenblut“ enthält mehrere Konflikte, die neugierig auf den nächsten Band machen. Dazu zählen Leas Probleme mit der Welt der Elemente und den Leeren, ihr Drachenerbe sowie die Gegenspieler, die die Welt zerstören möchten. Darüber hinaus beschäftigt mich die Frage, welche anderen Drachen die Autorin erschaffen hat. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen aus Leas Sicht, zum anderen aus der Sicht ihrer Seelenschwester Louisa. Das Konzept der zwei Ich-Erzähler ermöglicht es, die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln zu erleben und hat mir gut gefallen. Leider schafft es die Autorin noch nicht durchgehend, eine markante Erzählstimme für die Protagonistinnen zu finden, sodass es manchmal schwerfällt beide Stimmen voneinander zu unterscheiden.

Insgesamt fand ich den ersten Band der Welt-der-Elemente-Reihe lesenswert. Die Handlungen der Protagonistinnen sind nachvollziehbar, die Gedanken verständlich, sodass man sich in die Figuren hineinfühlen kann. Kleinere handwerkliche Schnitzer trübten das Leseerlebnis, doch sorgten nicht dafür „Drachenblut” aus der Hand zu legen. Ein kleines Highlight waren die Ausflüge in den Kölner Dom und auf den Drachenfels. Jetzt möchte ich sie mal in Echt besuchen.

Wer nach einem leichten Fantasyabenteuer mit Drachen und Magie oder einem kostenlosen Citytrip durch Köln sucht, für den könnte „Drachenblut“ die richtige Wahl sein.

3/5 ⭐

 

Vielen Dank an die Autorin Alexis Snow sowie den Papierverzierer Verlag, die mir diesen Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Wenn du Lust auf mehr Fantasy hast, sieh dir meine Rezension zu „Dem Feuer die Seele“ oder „Cursed – Die Auserwählte“ an.

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