Wie du sichere Balkone erkennst. Foto: https://www.schoeck-blog.de/2010/02/warum-das-offensichtliche-nicht-immer-so-offensichtlich-ist/

Im letzten Beitrag habe ich dir gezeigt, welche 5 Tipps dir dabei helfen können, deine Ängste zu besiegen. Falls du wie Joachim Angst davor hast von einem Balkon zerquetscht zu werden, kommt heute der Beitrag für dich. Welche Arten von Balkonen gibt es eigentlich? Was muss passieren, damit er einstürzt ? Und wie erkennst du sichere Balkone?

Zuerst einmal gibt es 4 Arten von Balkonen:

  1. Auskragende Balkone. Der Boden geht in die Decke des jeweiligen Stockwerks über. Der Balkon hängt quasi in der Luft. Das ganze Gewicht wird von der Platte getragen.
  2. Hängende Balkone. Wie der auskragende Balkon, nur trägt die Platte nicht das gesamte Gewicht, sondern nur einen Teil. Den Rest übernehmen sogenannte Traversen. Sie sind diagonal und können entweder geschmückt oder so schlicht, wie möglich gehalten werden.
  3. Anbaubalkone. Diese Art von Balkonen wird nachträglich an Häuserfassaden angebaut, wenn beim Bau keiner geplant war. Diese Art ist tricky, weil die Stützen das gesamte Gewicht tragen müssen.
  4. Vorsatzbalkone. Diese Art ist nur teilweise in der Fassade verankert. Auch hier tragen die Stützen das Gewicht. So kann man einen Balkon vergrößern.

Dabei kann ein Balkon aus Holz, Naturstein oder Beton gefertigt sein.

 

Wozu werden Balkone verwendet?

Balkone gibt es schon sehr lange. Früher dienten sie als Arbeitsplatz. Jahrelang wurde dort Kohle gelagert. Das erklärt, weshalb ein Balkon 500 kg tragen können musste!

Je nachdem, vor welchem Raum sich der Balkon befindet, hat er verschiedene Funktionen:

  • Vor der Küche: Geräte abstellen und Lebensmittel im Winter aufbewahren.
  • Vor dem Schlafzimmer: Lüften und Trocknen von Kleidung oder der Bettwäsche.
  • Zur Erholung: südlich ausgerichtet mit Sichtschutz.

 

Können sichere Balkone wirklich einstürzen?

Tatsächlich ist es so, dass ab und zu ein sicherer Balkon einstürzt. Da muss aber einiges an Gewicht zusammen kommen. In Stuttgart beispielsweise ist einer eingebrochen. Dabei handelte es sich jedoch um einen Holzbalkon, der mit 5 Tonnen belastet wurde.

Insgesamt hängt die Traglast davon ab, welche Materialien zum Bau verwendet werden. Seit 2010 muss ein Balkon mindestens 400 kg pro Quadratmeter aushalten können. Das sind 5 Personen, die 80 kg wiegen, pro Quadratmeter. Du kannst also ganz beruhigt mit deinen Freunden Zeit auf dem Balkon verbringen.

Vorsichtig solltest du aber sein, wenn du ein Planschbecken aufstellt. Wasser ist sehr schwer und das Gewicht wird oft unterschätzt, wie in dem Stuttgart-Beispiel. 10 cm hohes Wasser sind 100 kg pro Quadratmeter. Auch Pflanzentöpfe und Sonnensegel können bleischwer werden.

 

Wie erkenne ich, ob ein Balkon einsturzgefährdet ist?

Ein deutliches Merkmal sind sogenannte Ausblühungen. Das sind weiße Flecken, die auf Naturstein und Beton auftreten. Auch kannst du abgeplatzte Stellen entdecken. Rost und Risse sind ebenfalls Anhaltspunkte. Holzdielen kannst du testen, indem du kräftig darauf springst. Holz sollte spätestens alle 20 Jahre erneuert werden.

Falls du eines der Anzeichen bemerkst, ziehe einen Experten zurate. Wenn du in einer Mietwohnung wohnst, musst du auch den Eigentümer informieren. Sollte es wirklich zum Einsturz kommen, musst du bei Nichtmeldung für einen Teil des Schadens aufkommen.

 

Hast du weitere Fragen zu Balkonen? Schreibe gern in die Kommentare!

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