5 Dinge, um deine Ängste zu besiegen. Bild: Joanna Derks

Hast du vor etwas Angst? Angst ist wichtig für das Überleben und normal. In diesem Beitrag findest du 5 Strategien, die dir helfen deine Ängste zu besiegen.

Ängste entstehen auf zwei Arten:

  1. Ohne Grund
  2. Durch ein Ereignis, z. B. ein Trauma oder schlechte Erfahrungen

Falls du meine Kurzgeschichte „Joachim“ gelesen hast, kennst du ein krasses Beispiel für Angst. Bei dem 15-jährigen Schüler löste ein Kindheitstrauma seine Angstgefühle aus.

Joachims Fall ist aber eine Seltenheit. Im Jahr 2013 erforschten Amerikaner die Beziehung zwischen Post-Traumatischen Belastungsstörungen und Traumata . 89,7 % der Teilnehmer hatten in ihrem Leben ein Trauma erlitten. Doch nur 16,8 % entwickelten eine post-traumatische Belastungsstörung und damit einhergehend Ängste. Fast jeder hat demzufolge schlechte Erfahrungen erlebt. Aber weniger als jeder 5. erkrankte.

Beziehung von Traumata und post-traumatischen Belastungsstörungen

Joachim stellt sich seiner Angst, indem er in die Stadt geht. Als er die Panik nicht besiegen kann, sucht er Unterstützung bei seiner Mutter. Das sind 2 von 5 Strategien, die du ausprobieren kannst, um deine Ängste zu verringern.

Achtung:
Wenn du unter heftigen Ängsten, einer Angststörung oder einer post-traumatischen Belastungsstörung leidest, suche dir bitte therapeutische Unterstützung. Sie können dir mit Therapien und Medikamenten weiterhelfen.

 

1. Unterstützung suchen

Leidest du unter Ängsten, hilft es dich mit anderen auszutauschen. Sprich mit deinen Freunden, deiner Familie oder dem Vertrauenslehrer. Dabei wirst du feststellen, dass auch sie unter Ängsten leiden. Vielleicht teilt jemand dieselbe Angst wie du?

Unterstützt euch gegenseitig.

 

2. Sport treiben

Stell dir vor, du entspannst dich am Lagerfeuer. Plötzlich hörst du ein leises Knurren hinter dir. Dein Körper spannt sich an, du schüttest Hormone aus. Du weißt, dass du in 30 Sekunden tot sein könntest. Entweder du schnappst dir die Axt oder du nimmst die Beine in die Hand. Ungeachtet deiner Wahl schüttest du einen Haufen Angsthormone aus.

Unsere steinzeitliche Reaktion auf Angst wäre Bewegung gewesen. Sport und Bewegung helfen dir auch heute. Sie verringern deine Angstreaktionen.

Achtung:
Wenn du eine Panikattacke hast, solltest du dich stattdessen entspannen.

 

3. Gelassenheit üben

Manchmal rasen zu viele Gedanken durch den Kopf. Dann kannst du Angst vor der Angst entwickeln. Ein Beispiel:

Du hast Angst, im Aufzug steckenzubleiben. Als du vor dem Fahrstuhl stehst, denkst du: „Wenn ich einsteige, bekomme ich vielleicht wieder eine Panikattacke. Was, wenn es wieder ein Anfall wird? Was, wenn er steckenbleibt?“

Du bist noch nicht einmal in den Fahrstuhl gestiegen und hast bereits Angst. Durch die Angst vor der Angst steigt deine Furcht. Die Chance, dass dich beim Einsteigen Panik erfasst, ist groß. Versuche entspannt zu bleiben. Atme langsam ein und aus.

Regelmäßige Meditationen und Achtsamkeitsübungen können dir helfen, dich zu fokussieren und zu lernen, mit deinen Ängsten und Sorgen umzugehen.

 

4. Über Ängste nachdenken

Überlege, wovor du Angst hast. Gibt es bestimmte Situationen, vor denen du dich fürchtest? Stelle dir die folgenden Fragen:

  • Wovor habe ich Angst?
  • Wie realistisch ist es, dass meine Befürchtungen eintreffen?
  • Könnte auch etwas anderes passieren? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass meine Befürchtung nicht eintrifft?

Wenn du möchtest, kannst du dich wie in Tipp 1 mit anderen zusammenschließen. Sprecht über eure Ängste. Arbeitet zusammen an den Fragen. Überlegt gemeinsam, wie realistisch die Befürchtungen sind.

 

5. Sich Ängsten stellen

Es heißt, Einstein litt unter Höhenangst. Er sei so oft auf einen Kirchturm gestiegen, bis er keine Angst mehr vor der Höhe hatte. Sein Körper gewöhnte sich daran.

Wenn du mutig bist, kannst du es ähnlich wie Einstein machen. Therapeuten nennen diese Art mit Ängsten umzugehen, Konfrontationstherapie. Durch die Konfrontation lernst du, dass du deine Furcht bewältigen kannst, und gewinnst Selbstvertrauen.

  1. Kleinere, angsteinflößende Situationen meistern
  2. Dich dann an schwerere Situationen heranwagen

Dieses Vorgehen wird „systematische Desensibilisierung“ genannt.

Auch Joachim konfrontiert sich mit seinen Ängsten. Wie er wirst du deine Ängste nicht sofort bezwingen können. Dein Körper und Gehirn brauchen Zeit, um sich an die neuen Umstände anzupassen.

 

Wie besiegst du deine Ängste? Teile gern deine Erfahrungen in den Kommentaren.

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