Wächter der Runen 1

„Wächter der Runen“ ist der erste Teil einer High-Fantasy-Trilogie von J. K. Bloom. Er wurde am 28. September 2018 beim Sternensand Verlag veröffentlicht. Leser werden in den Konflikt der Länder Amatea und Oceana gezogen: Der Imperator Amateas will die Weltherrschaft; ihm fehlt nur noch ein Puzzleteil dorthin …

Inhalt

Finn ist Kopfgeldjäger und sein größter Traum, ein Haus im Adelsviertel der Hauptstadt Baltora zu besitzen. Er ist erfolgreich, sein Schreibtisch voll von Aufträgen. Da begegnet er der Frau Kora, einer ranhohen Offizierin, die einen Auftrag für ihn hat: Er soll die Abtrünnige Ravanea lebend nach Baltora bringen. Das Kopfgeld ist hoch und Finns Eintrittskarte ins Adelsviertel. Ohne zu zögern, nimmt er den Auftrag an.

Ravanea besitzt ein Geheimnis: Auf ihrem Rücken prangt eine Rune, die der Imperator Amateas erwecken will. Dafür wurde sie ein Jahr lang in den Kerkern gefoltert, bis sie schließlich fliehen konnte. Zwei Jahre versteckte sie sich im dreckigsten Loch, in denen sie drei Kopfgeldjäger töten musste, um unentdeckt zu bleiben. Alles ändert sich, als sie Finnigan begegnet …

Rezension: „Wächter der Runen“

Die Handlung und die detaillierten Beschreibungen zogen mich von der ersten Seite in den Bann. „Wächter der Runen“ wird mit zwei Ich-Erzählern aus den Perspektiven des Kopfgeldjägers Finnigan und der Abtrünnigen Ravanea erzählt, die eine unverwechselbare Erzählstimme besitzen. Finnigan ist ein sehr sympathischer und überlegter Protagonist, dem ich gern in seine Gedanken gefolgt bin. Mit Ravanea wurde ich leider nicht warm, weshalb ich mich während des Lesens mehr auf Finns Perspektive als auf Ravaneas gefreut habe.

Nach den ersten 100 Seiten nahm die Handlung richtig Fahrt auf; auf den letzten 100 Seiten quälte ich mich regelrecht durch das Buch. Das fand ich sehr schade, weil „Wächter der Runen“ unglaublich spannend begann, mich ab ca. der Hälfte jedoch nicht mehr überzeugen konnte: Die Handlung wirkt, je weiter fortgeschritten, konstruiert und wenig charaktermotiviert. Statt Finn und Ravanea selbst ihre Kämpfe austragen und zu einer Lösung kommen zu lassen, werden ihnen Figuren an die Seite gestellt, die das Allheilmittel besitzen. Leider wirkten sie dadurch wie Marionetten.

Fazit

Für mich ist die Reise auf der letzten Seite des 1. Bandes zu Ende. Allen Fantasyliebhabern, die Lust auf eine spannende Story und einen wunderbar flüssigen Schreibstil haben, empfehle ich trotzdem, in „Wächter der Runen“ reinzuschauen. Das Cover ist wunderschön und die Ich-Perspektiven sind fein herausgearbeitet. Auf 528 Seiten bringt Bloom eine durchdachte Handlung, die einige Stunden Lesevergnügen bereitet.

4/5 ⭐

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