Essen auf Spanisch: Auberginen-Kasserolle

Spanien zählt 17 autonome Regionen mit einer vielfältigen Flora und Fauna. Deshalb gab es bereits in der Frühen Neuzeit zahlreiche Speisen und Getränke. Während das Frühstück eher unwichtig war und dementsprechend klein ausfiel, wurden mittags und abends 2 Gänge auf den Tischen serviert. Ein deftiges Gericht war  z. B. die Auberginen-Kasserolle. Weiter unten findest du ein Rezept zum Nachkochen.  Nach den Gängen servierten die Köche eine reichhaltige Nachspeise.

Zu den Zutaten gehörten:

  • Vögel
  • Säugetiere
  • Fische und Meeresfrüchte
  • Obst und Gemüse
  • Eier und Milch
  • Getreide

Neben frischen oder gekochten Speisen waren getrocknete Früchte beliebt. Die Speisen wurden mit verschiedenen Saucen und Kräutern verfeinert.

Vögel

Pfaue, Fasane, Kraniche, Gänse, Trappen, Enten, Moorhühner, Rebhühner, Tauben, Wachteln, Blässhühner, Möwen, Drosseln, Schwalben, Hähne, Hühner, Reiher, Spatzen

Säugetiere

Ochsen, Kühe, Hirsche, Damhirsche, Rehe, Gazellen, Hasen, Kaninchen, Bergziegen, Winschweine, Spanferkel, Schafe, Kamele, Otter, Igel, Dachse

Fische

Wale, Rotmulle, Rochen, Nadelfisch, Aale, Muräne, Hechte, Steinbutt, Flunder, Lachse, Goldkopf, Brassen, Barben, Forellen, Sardinen, Elritzen, Hummer, Garnelen, Makrelen, Fliegende Fische, Austern, Muscheln, Schnecken, Schildkröten

Obst

Melonen, Zitronen, Gurken, Granatäpfel, Feigen, Grapefruits und Orangen, Birnen, Pfirsiche, Maulbeerfeigen

Nüsse und Kerne

Walnüsse, Kastanien, Haselnüsse, Eichelnüsse, Pinienkerne, Pistazien

Kräuter

Mariendistel, Brennnesseln, Borretsch, Petersilie, Salbei, Fenchel, Anis, Kümmel, Senf, Malven

Gemüse:

Karotten, Artischocken, Kopfsalat, Rüben, Zwiebeln, Knoblauch, Kapern, Kohl, Rote Bete, Staudensellerie, Rucola

Mit diesen Zutaten wurden zahlreiche Gerichte kreiert, darunter die Auberginen-Kasserolle. Diese kannst du mit dem folgenden Rezept nachkochen.

Auberginen-Kasserolle

Für 4 Personen
Leicht
1,5 h Zubereitungszeit

Zutaten

2 kg gewürfelte Auberginen
1 gehackte Zwiebel
4 geschlagene Eier
100 ml Olivenöl
4 EL Semmelbrösel
Geriebener Ziegenkäse
4 EL Rosmarin-Honig
1 EL Oregano
½ TL gemahlener schwarzer Pfeffer
1 TL Salz

Zubereitung

  1. Erhitze das Öl in einer Pfanne und brate darin die Zwiebeln an. Gib die Auberginen dazu, decke die Pfanne ab und brate alles bei niedriger Hitze. Rühre während des Bratens ab und zu um.
  2. Sobald die Auberginen weich sind, nimm die Pfanne vom Herd und lasse sie ca. 30 Minuten abkühlen. Kurz bevor die Auberginen kalt sind, gebe die geschlagenen Eier, die Semmelbrösel und die Gewürze Oregano, Pfeffer und Salz hinzu.
  3. Je nach Ofenart solltest du deinen Ofen nun auf 180 grad vorheizen. Neuere Öfen müssen nicht vorgeheizt werden.
  4. Fülle jetzt den Pfanneninhalt in eine Pfanne mit flachem Boden oder in eine Auflaufform um. Die Schicht Auberginen bedeckst du anschließend mit weiteren Semmelbröseln. Darauf schichtest du den geriebenen Ziegenkäse. Dann tröpfelst du die Rosmarin-Honig-Mischung auf den Käse. Die Pfanne oder Auflaufform bäckt nun für 20 bis 25 Minuten bei 180 Grad im Ofen.
  5. Schau nach, ob deine Auberginen-Kasserolle fertig ist. Falls ja, lass sie 10 Minuten ruhen und serviere sie dann, indem du sie vorsichtig in Stücke schneidest, sodass sie nicht bricht.

Wenn du ein irisches Rezept probieren möchtest, dann empfehle ich dir das traditionelle Colcannon!

Literatur

Redondo Buey, Patricia (2014): El arte de cozina de Diego Granado (1599), primer libro de cocina en lengua castellana. Universidad de Valladolid. Facultad de Medicina.

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„Autumn & Leaf“ erschien am 17. Januar 2020 im Sternensand Verlag. J. K. Bloom hat eine Dystopie mit Horrorelementen geschaffen, die in einer Zukunft ca. 300 Jahre von heute spielt.

Inhalt

Autumn und Leaf sind zwei im Labor hergestellte Menschen, die als Produkte ohne Menschenrechte aufgezogen und unterrichtet werden, um später verkauft zu werden. Ihre verbotene Liebe zueinander macht sie zu etwas Besonderem. Die Uhr tickt, als das Institut die beiden an verschiedene Besitzer verkauft will. Weil der Eine nicht ohne den Anderen kann, wollen sie fliehen …

Rezension: „Autumn & Leaf“

Bei diesem Roman handelt es sich um einen Einzelband, der dementsprechend in sich abgeschlossen ist. Erzählt wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive der Protagonisten Autumn und Leaf, wodurch wir direkt am geschehen dran sind. Die Figuren haben mir beide gut gefallen, auch in der Handlung kam keine Langeweile auf, weil Bloom uns jede Menge Action serviert.

„Autumn & Leaf“ besteht aus drei zeitlich voneinander getrennten Teilen. Zwischen dem 1. und 2. Part vergehen acht Jahre, vom 2. zum 3. acht Monate. Die Häufung der Zahl 8 ist auffällig, scheint jedoch keine besondere Bedeutung zu haben.

Dank der „Wächter der Runen“-Reihe bin ich mit dem detaillierten Schreibstil der Autorin vertraut – dieser ist für gewöhnlich angenehm zu lesen. In psychologisch gewalttätigen Szenen hätte ich mir dagegen weniger Detailtreue gewünscht. Im ersten Drittel konfrontiert uns Bloom mit einer Vergewaltigung der Protagonistin Leaf; im letzten Drittel erinnert „Autumn & Leaf“ an die Resident-Evil-Verfilmungen. Hier finden sich Horrorelemente mit Mutanten, Klonen und Reagenzgläsern.

Das Ende hat sich in meinen Augen als Pseudo-Happy-End entpuppt. Zwar setzten die Menschen die amtierende Partei ab und wählten eine neue, doch wie lange wird diese im Amt bleiben? Welche Auswirkung hat ein erneuter Wechsel der Partei? Gibt sich die Opposition tatenlos geschlagen? Mit einem Blick auf die Politik und Geschichte der Menschheit lautet die Antwort „Nein“.

Fazit

„Autumn & Leaf“ ist ein unterhaltsames, teilweise verstörendes und angsteinflößendes Erlebnis. Es wirft ein spannendes Bild der Zukunft und greift Themen wie biologisch erzeugte Kinder auf. Lesende mit schwachen Nerven sollten die Finger von diesem Roman lassen – generell empfehle ich diesen Roman erst ab 16 Jahren, entgegen der Empfehlung des Verlags.

4/5 ⭐

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Finn ist Kopfgeldjäger und sein größter Traum, ein Haus im Adelsviertel der Hauptstadt Baltora zu besitzen. Er ist erfolgreich, sein Schreibtisch voll von Aufträgen. Da begegnet er der Frau Kora, einer ranhohen Offizierin, die einen Auftrag für ihn hat: Er soll die Abtrünnige Ravanea lebend nach Baltora bringen. Das Kopfgeld ist hoch und Finns Eintrittskarte ins Adelsviertel. Ohne zu zögern, nimmt er den Auftrag an.

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Rezension: „Wächter der Runen“

Die Handlung und die detaillierten Beschreibungen zogen mich von der ersten Seite in den Bann. „Wächter der Runen“ wird mit zwei Ich-Erzählern aus den Perspektiven des Kopfgeldjägers Finnigan und der Abtrünnigen Ravanea erzählt, die eine unverwechselbare Erzählstimme besitzen. Finnigan ist ein sehr sympathischer und überlegter Protagonist, dem ich gern in seine Gedanken gefolgt bin. Mit Ravanea wurde ich leider nicht warm, weshalb ich mich während des Lesens mehr auf Finns Perspektive als auf Ravaneas gefreut habe.

Nach den ersten 100 Seiten nahm die Handlung richtig Fahrt auf; auf den letzten 100 Seiten quälte ich mich regelrecht durch das Buch. Das fand ich sehr schade, weil „Wächter der Runen“ unglaublich spannend begann, mich ab ca. der Hälfte jedoch nicht mehr überzeugen konnte: Die Handlung wirkt, je weiter fortgeschritten, konstruiert und wenig charaktermotiviert. Statt Finn und Ravanea selbst ihre Kämpfe austragen und zu einer Lösung kommen zu lassen, werden ihnen Figuren an die Seite gestellt, die das Allheilmittel besitzen. Leider wirkten sie dadurch wie Marionetten.

Fazit

Für mich ist die Reise auf der letzten Seite des 1. Bandes zu Ende. Allen Fantasyliebhabern, die Lust auf eine spannende Story und einen wunderbar flüssigen Schreibstil haben, empfehle ich trotzdem, in „Wächter der Runen“ reinzuschauen. Das Cover ist wunderschön und die Ich-Perspektiven sind fein herausgearbeitet. Auf 528 Seiten bringt Bloom eine durchdachte Handlung, die einige Stunden Lesevergnügen bereitet.

4/5 ⭐

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