"Drachenmut", Alexis Snow, Foto: www.amazon.de

Mit „Drachenmut“ setzte die Autorin Alexis Snow ihre Urban-Fantasy-Trilogie beim Papierverzierer Verlag fort. Der zweite Teil erschien am 19. Juli 2018 und führt Lesende erneut ins heutige Köln. Die Neuauflage gibt es seit dem 22. Juni 2020 bei BoD.

Inhalt

„Drachenmut“ beginnt dort, wo der erste Teil aufhörte: Louisa lebt wieder, jedoch ist ihr Element blockiert und sie wird mit jedem Tag mehr und mehr zur Leeren. Ihr Schicksal scheint nicht aufzuhalten zu sein, bis die Einheit um Lea einer neuen Verbündeten begegnen … Um Louisa zu retten, muss Lea ihre Drachenmacht anzapfen und mit ihrer Ahnen in Verbindung treten – leichter gesagt als getan! Am Ende des Bandes schließt die Einheit einen Pakt, den es im dritten Band einzulösen gilt …

Rezension: „Drachenmut“

„Drachenmut“ hat mich positiv überrascht. Konnte die Autorin mich im ersten Band nicht gänzlich überzeugen, so sind ihre handwerklichen Fähigkeiten im zweiten Band gereift. „Drachenmut“ wird wie gehabt aus zwei Ich-Perspektiven erzählt, die nun deutlich voneinander abgegrenzt werden können. Ich musste mich nicht mehr fragen, wer denn nun spricht, da es die Autorin dieses Mal schafft, eigene Stimmen für die zwei Protagonistinnen Lea und Louisa zu schaffen. Handwerklich geschliffen riss mich die Handlung in diesem Band dagegen weniger vom Hocker. Die Bösen und Guten hatten einen stillschweigenden Waffenstillstand, es wurde an sich und anderen gezweifelt – in seitenlangen inneren Monologen. Wer Action erwartet, muss sich in „Drachenmut“ etwas gedulden. Die Freundschaften wurden dagegen schön herausgearbeitet – leider manchmal in zu langen oder belanglosen Dialogen. Das neue Cover ist atemberaubend. Im Hintergrund versteckt sich wieder der Kölner Dom. Ist das Louisa, die dort abgebildet ist?

Insgesamt ist „Drachenmut“ eine solide Fortsetzung. Die Autorin glänzt mit handwerklichem Geschick, das vom ersten zum zweiten Band deutlich zugenommen hat. Leider ist die Handlung manchmal etwas träge; wer nach Action sucht, findet sie seitenweise nicht. Dennoch ist „Drachenmut“ für jeden zu empfehlen, der den ersten Band mochte, und wissen möchte, wie es mit unseren Freunden weitergeht. Denn „Freundschaft“ ist der Kern der Welt-der-Elemente-Reihe.

3,8/5 ⭐

Noch mehr Fantasy: Schau doch mal bei der Drei-Kronen-Saga oder Cursed – Die Auserwählte vorbei!

"Den Sternen das Ende", Jo Schneider, Foto: www.drachenmond.de

„Den Sternen das Ende“, der letzte Band der Trilogie Drei-Kronen-Saga, erschien am 31. Januar 2020 im Drachenmond Verlag. In dem High-Fantasy-Roman für Jugendliche kämpfen die vertrauten Charaktere um den Erhalt ihrer Welt.

Inhalt

Aus der Unterwelt Under zurückgekehrt, setzen Ciara, Grau und Kazra alles daran, den Untergang Arkasias zu verhindern. Denn Karulath und seine Königin, die Herrscher der Unterwelt, wünschen, die Welt umzukehren: Under in die Oberwelt, Arkasia in die Unterwelt. Um das Umkehren der Welt zu verhindern, müssen Ciara und Kazra die drei Rätsel der Welt aufspüren. Doch Karulath schläft nicht, sondern greift Arkasia wieder und wieder an. Schließlich stehen sich unsere Helden und die Dämonen der Unterwelt im letzten Kampf um das Weltgefüge gegenüber.

Rezension: „Den Sternen das Ende“

Nach einem doch eher schwachen 2. Band, konnte mich der 3. wieder abholen. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und ansprechend, die Figuren sind sympathisch. Ciara glänzt mit einer schnellen Auffassungsgabe. Leider hat sie mich manchmal abgehängt und ich hatte das Gefühl, mir würden wertvolle Informationen fehlen, um das gesamte Geschehen zu begreifen. Viele Wendungen, Verbindungen zwischen Orten und Charakteren bringen Kurzweiligkeit, während die Lesenden zum Finale voranschreiten. Der letzte Kampf dauerte nach meinem Geschmack zu lang. Ich hätte es lieber gesehen, wenn dieser kürzer ausgefallen wäre und stattdessen mehr auf andere Aspekte eingegangen wäre. Z. B. weiß ich bis heute nicht, was mit Lhorrdra geschehen ist. Vielleicht ist das in all dem Getümmel einfach untergegangen. Die Dreiecksgeschichte hat mich auch etwas hängengelassen. Sie wirkt auf mich, als könne sich Ciara entweder nicht zwischen den Zwillingsbrüdern entscheiden oder sei polyamor. Insgesamt hat mir der letzte Band besser gefallen als der 2. Vielleicht werden einige Punkte deutlicher, wenn man die gesamte Saga erneut liest.

Insgesamt führt „Den Sternen das Ende“ zu einem runden Abschluss der Trilogie. Ich denke, dass sie einen Reread wert ist, da bei mir noch einige Fragen offen sind. Für alle, die die Reihe noch nicht kennen und High Fantasy lieben oder sich nicht scheuen, mal hineinzuschauen, ist die Drei-Kronen-Saga auf jeden Fall eine Empfehlung.

4,5/5 ⭐

 

Schau dir gern auch meine Rezensionen zu den ersten beiden Bänden „Dem Feuer die Seele“ und „Den Knochen der Abgrund“ an! Lieber Lust auf Drachen? Dann ist vielleicht  „Drachenblut“ das Richtige für dich.