Joachim hat mich nun fast ein Jahr begleitet. Jetzt muss ich Abschied von Joachim nehmen. Die Idee zur Kurzgeschichte entstand im Dezember 2019, als ich durch die Straßen Berlins nach Hause lief und mich fragte, wie freistehende Balkone an den Häuserwänden halten konnten. Sofort blitze in mir die Idee zu Joachim auf – einem Jungen, der durch ein Kindheitstrauma panische Angst vor Balkonen hat.

Zuhause angekommen schrieb ich die Geschichte in einem Rutsch nieder, zunächst auf einem normalen Block. In den nächsten Tagen folgte der zweite Entwurf am Computer, der noch einige Änderungen erhielt. Ende Dezember 2019 reichte ich “Joachim” zu einem Kurzgeschichtenwettbewerb ein, wo ich promt den 3. Platz belegte. Ich freute mich sehr darüber, nominiert worden zu sein!

“Joachim” erschien anschließend im Internet, in der Zeitschrift “treffpunkt” und der Anthologie “preisgekrönt 2020”. Falls du Lust auf ein signiertes Exemplar hast, schreib mir gern.

Abschied von Joachim – oder doch nicht?

Verschiedene Lesermeinungen haben mich sehr berührt. Eine Leserin fragte sogar, ob es zu Joachim ein Buch für Jugendliche geben würde. Meine Antwort: sehr gern! Einfach, weil ich Joachim ins Herz geschlossen habe. Darüber hinaus habe ich schon viele Notizen zu einem möglichen Buch gesammelt.

Was hältst du davon? Würdest du gern Joachims Geschichte weiterverfolgen? Schreib mir gern in den Kommentaren oder per Kontaktformular.

Jetzt muss ich Joachim aber erst einmal ziehen lassen. Er wird seinen Weg finden und wir werden uns ganz sicher wiedertreffen. Bis dahin arbeite ich an meinem Debütroman, den du in meiner Leseecke findest.

Joachim jetzt zum Hören

Als kleines Extra habe ich Joachim aufgenommen, sodass du ihn noch einmal aus einer anderen Perspektive erleben kannst. 

Viel Spaß :)!

"Drachenblut", Alexis Snow, Foto: www.amazon.de

„Drachenblut“ von Alexis Snow ist der erste Teil der Welt-der-Elemente-Reihe, der am 25. Januar 2018 beim Papierverzierer Verlag erschien. Bei der Reihe handelt es sich um Urban-Fantasy, die im heutigen Köln spielt.

Inhalt

Die 18-jährige Aileana, Lea, ist eine Jugendliche, die am liebsten so normal wie die anderen wäre. Seit sie denken kann, fühlt sie sich fremd und nirgendwo dazugehörig. Von ihrer Klassenkameradin Joelle wird sie gemobbt und steht im Schatten ihres Zwillingsbruders, der die Aufmerksamkeit stets auf sich zieht. Eines Tages besucht die Klasse den Kölner Dom, in dessen Schatzkammer sich Lea von einer Drachenstatue magisch angezogen fühlt. Visionen suchen sie heim sowie der Drache Sirion, der sich in ihrem Kopf einnistet. Da begegnet sie auch noch einem geheimnisvollen Mann mit sturmgrauen Augen und taucht in eine Welt ein, die sie als „Fantasie“ abgetan hatte. Auf einmal Teil der Welt der Elemente, entpuppt sich Lea als Nachfahrin der Drachen, der die Welt retten muss. Unterstützung erfährt sie von ihrer Einheit, die die fünf Elemente der Welt vereinen, sowie ihrem Zwillingsbruder Chris und ihrer Seelenschwester Louisa. Den Showdown des 1. Bandes markiert Chris Entführung, bei dem Lea und ihre Einheit alles Gelernte anwenden müssen, um einen Verrat aufzudecken und Leas Verbindung zum Drachenblut zu wecken.

Thematisch handelt „Drachenblut“ von Leas Suche nach Zugehörigkeit. Stets eine Außenseiterin, versucht sie ihren Platz in der Welt zu finden.

Rezension: „Drachenblut“

Der erste Band der Welt-der-Elemente-Reihe und gleichzeitig das Debüt der Autorin bietet spannende Ansätze und kurzweilige Unterhaltung. Der Schreibstil ist angenehm und mühelos lesbar. „Drachenblut“ enthält mehrere Konflikte, die neugierig auf den nächsten Band machen. Dazu zählen Leas Probleme mit der Welt der Elemente und den Leeren, ihr Drachenerbe sowie die Gegenspieler, die die Welt zerstören möchten. Darüber hinaus beschäftigt mich die Frage, welche anderen Drachen die Autorin erschaffen hat. Der Roman wird aus zwei Perspektiven erzählt. Zum einen aus Leas Sicht, zum anderen aus der Sicht ihrer Seelenschwester Louisa. Das Konzept der zwei Ich-Erzähler ermöglicht es, die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln zu erleben und hat mir gut gefallen. Leider schafft es die Autorin noch nicht durchgehend, eine markante Erzählstimme für die Protagonistinnen zu finden, sodass es manchmal schwerfällt beide Stimmen voneinander zu unterscheiden.

Insgesamt fand ich den ersten Band der Welt-der-Elemente-Reihe lesenswert. Die Handlungen der Protagonistinnen sind nachvollziehbar, die Gedanken verständlich, sodass man sich in die Figuren hineinfühlen kann. Kleinere handwerkliche Schnitzer trübten das Leseerlebnis, doch sorgten nicht dafür „Drachenblut” aus der Hand zu legen. Ein kleines Highlight waren die Ausflüge in den Kölner Dom und auf den Drachenfels. Jetzt möchte ich sie mal in Echt besuchen.

Wer nach einem leichten Fantasyabenteuer mit Drachen und Magie oder einem kostenlosen Citytrip durch Köln sucht, für den könnte „Drachenblut“ die richtige Wahl sein.

3/5 ⭐

 

Vielen Dank an die Autorin Alexis Snow sowie den Papierverzierer Verlag, die mir diesen Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

Wenn du Lust auf mehr Fantasy hast, sieh dir meine Rezension zu „Dem Feuer die Seele“ oder „Cursed – Die Auserwählte“ an.

Dem Feuer die Seele, Jo Schneider, Foto: www.drachenmond.de

„Dem Feuer die Seele“ ist der erste Band der Drei-Kronen-Saga-Trilogie der Autorin Jo Schneider. Er erschien am 30. Mai 2019 beim Drachenmond-Verlag und läutete den Auftakt der High-Fantasy-Saga ein.

Inhalt

Die 16-jährige Ciara, Prinzessin des Sommerreichs, verlässt nach einem versuchten Giftmordanschlag ihre Heimat, um das Rätsel um ihre nächtlichen Alpträume zu lösen. Es heißt, der höchste Berg des Winterreichs, könnte ihr diese Antworten bieten. Im verhassten Reich der Wintermenschen angekommen, entpuppt sich Ciaras Glaubenswelt jedoch als Farce: Die Menschen sind keine Wilden und Barbaren, sondern vernunftbegabte Wesen, genau wie die Bewohner des Sommerreichs. Ciara schließt Freundschaften und entwickelt sogar romantische Gefühle für den Winterkönig. An den Grenzübergängen zum Sommerreich tauchen Dämonen auf, die die Wintermenschen terrorisieren. Ciara lernt derweil, ihre Feuerkräfte zu kontrollieren. Als Ciaras Vater, der Sommerkönig, zu Ohren kommt, seine Tochter sei im Winterreich, ziehen er und seine Truppen in die Schlacht.

Thematisch geht es in „Dem Feuer die Seele“ um Ciaras Reise, an deren Ende ihr Platz in der Gesellschaft und der Kern ihrer Identität darauf warten, von ihr entdeckt zu werden.

Rezension:  „Dem Feuer die Seele“

Ciara ist eine sympathische Jugendliche, deren Gedanken und Entscheidungen verständlich nachvollzogen werden können. Dank der Ich-Perspektive befinden sich die Lesenden zu jeder Zeit im Kopf der Protagonistin. Dabei wirkt Ciara in keinem Fall dumm oder naiv. Nur ihr Hitzkopf macht ihr zeitweisend das Leben schwer, indem er sie wieder und wieder zu dummen Taten verleitet. Der Schreibstil ist flüssig und anschaulich, mit viel Liebe zum Detail: „Ich hatte Mühe, einen Schritt vor den anderen zu setzen, als wir irgendwann an einer Schlucht vorbeiliefen, die wohl bis in den Mittelpunkt der Erde hinabreichen musste, so bedrohlich dunkel mutete sie an“. Schneider schafft es, ihre Fantasiewelt vor dem geistigen Auge der Lesenden zu erschaffen und darin einzutauchen, ohne von unnötigen Informationen überflutet zu werden.

Fazit

Mir hat „Dem Feuer die Seele“ sehr gefallen. Es war seit langem das erste Buch, das mich sofort fesseln und in seinen Bann ziehen konnte. Wer eine Fantasy-Geschichte lesen möchte, die immer wieder überrascht und mit sympathischen Charaktere punktet, der sollte sich diesen Roman anschauen.

5/5 ⭐

Sieh dir doch auch meine Rezension des 2. Bandes „Den Knochen der Abgrund“ an.