"Das Netz", Lilja Sigurðardóttir, Foto: www.dumont-buchverlag.de/

Der Island-Thriller „Das Netz“ der Autorin Lilja Sigurðardóttir erschien am 16. Juni 2020 beim DuMont Buchverlag. Er ist der erste Teil der Island-Trilogie, die den isländischen Bankencrash und dessen Akteure thematisiert.

Inhalt

Sonja, Mutter des 9-jährigen Tómas, bleibt nach der Scheidung finanziell bankrott zurück. Vermeintliche Hilfe findet sie bei dem Anwalt ihres Mannes, der sich als Drogendealer herausstellt und Sonja auf Touren nach Europa schickt, um Kokain ins Land zu schmuggeln. Sonja nimmt den Deal an, um Geld ansparen und sich ein Haus kaufen zu können. Ihr höchstes Ziel ist es, das Sorgerecht ihres Sohnes zu erlangen und ihm ein unbeschwertes Leben zu bieten. Mit jeder Handlung verstrickt sie sich mehr in das Netz, das sich wie eine Schlinge um ihren Hals legt. Erst als sie aus dem Netz ausbrechen und Tómas zu sich holen will, entdeckt sie, wer die wahren Akteure sind.

Rezension: „Das Netz“

„Das Netz“ hat mich vom ersten Moment an gepackt. Erzählt aus vier Perspektiven bleiben stets genügend Fragen offen, die mich zum Weiterlesen animierten. Wie ergeht es Tómas? Welche illegalen Geschäfte hat die ehemalige Bankenfrau Agla gespielt? Wird sich Sonja aus dem Netz befreien können? Kann der Zollbeamte Bragi sie schnappen? Der Schreibstil ist flüssig und kurzweilig, die Kapitel kurz und Pageturner. Am Ende des Buchs bleiben so viele Fragen offen, dass ich bereits jetzt auf den zweiten Band gespannt bin.

Insgesamt empfehle ich allen diesen Thriller. Er ist packend, unterhaltsam und sorgt immer wieder für Überraschungen, mit denen man nicht gerechnet hat. Nicht nur Islandfans werden mit diesem Roman Freude haben, sondern auch alle, die hin und wieder einen Thriller lesen.

5/5 ⭐

 

Vielen Dank an den DuMont Buchverlag sowie NetGalley, die mir diesen Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.

8 Berliner Orte, die es zu besuchen lohnt, Foto: Alejandro Cartagena 🇲🇽🏳‍🌈

In der Kurzgeschichte „Joachim“ hetzt der 15-Jährige durch die Straßen Berlins. Die Hauptstadt Deutschlands kann jedoch mehr als Angst einzuflößen. In diesem Beitrag stelle ich dir  8 Berliner Orte vor, die du auf keinen Fall verpassen solltest.

 

1. Siegessäule

Die Siegessäule befindet sich in der Mitte eines Kreisverkehrs, wegen seiner Form „Großer Stern“ genannt. Neben dem Brandenburger Tor und dem Fernsehturm gehört diese Säule zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Berlins. Sie wurde von Johann Heinrich Strack entworfen und zwischen 1865 und 1873 erbaut. Damit hat sie fast 150 Jahre auf dem Buckel und einiges erlebt.

Ursprünglich sollte sie an die Schlachten der Jahre 1864, 1866 und 1870/71 erinnern. Damals gewann Preußen gegen Dänemark und Frankreich. Goldene Geschützrohre am Schaft der Siegessäule erinnern an die Kriegshandlungen. Oben auf dem Schaft posiert die Siegesgöttin.

Die Aussichtsplattform kannst du zum ermäßigten Preis von 2,50 € besichtigen. Wenn das Wetter mitspielt, blickst du über den Tiergarten bis zum Bundestag und Fernsehturm.

 

2. Fernsehturm

Regnet es draußen oder ist es bitterkalt, dann kannst du statt der Siegessäule den Fernsehturm erklimmen. Dieser Aussichtsturm ist komplett verglast, sodass du die mollige Wärme genießen kannst. Mit seinen 368 Metern Höhe war er 1969 der zweithöchste Fernsehturm der Welt. Inzwischen haben ihm andere den Rang abgelaufen.

Heute kannst du dort deinen Blick über Berlin schweifen lassen, an der Bar einen alkoholfreien Drink zu dir nehmen oder mit deiner Familie im Restaurant essen.

Bis 14 Jahre kommst du für 13,00 € auf den Fernsehturm. Wegen der Coronaregeln kannst du Tickets zurzeit nur online und mit Zeitfenster buchen.

 

3. LGBT-Buchhandlung

Wenn es in deiner Stadt keinen LGBT-Buchladen gibt, solltest du die Gelegenheit beim Schopfe packen und das Prinz Eisenherz am Ku’damm besuchen. Der Ku’Damm ist ein beliebter Ort zum Schlendern. Dort kannst du in einem Café absteigen, ins Kino gehen oder shoppen. Am Christopher Street Day beginnt hier die Berliner Parade, führt am Buchladen Prinz Eisenherz und an der Siegessäule vorbei. Sie endet am berühmten Brandenburger Tor. In diesem Jahr findet der Christopher Street Day digital statt.

Im Prinz Eisenherz gibt es neben lesbischen und schwulen Büchern Filme, Musik, Software, Hörbücher, Kinderbücher für Regenbogenfamilien, Magazine und Angebote für Queer, Trans*, Polyamorie sowie Travestie und Drag.

 

4. Zoologischer Garten & Tierpark

Wenn du die üblichen Sehenswürdigkeiten nicht sehen möchtest und ein Herz für Tiere hast, stehen dir der Zoologische Garten im Westen und der Tierpark im Osten Berlins zur Verfügung. Beide Parks haben ihre eigene Geschichte und sind einen Besuch wert.

Im Zoologischen Garten triffst du auf 1.200 Tierarten, vom afrikanischen Wildhund bis zum Bonobo. Bis 15 Jahre kommst du für 8,00 € rein. Wegen der Coronaregeln ist der Aufenthalt zurzeit auf maximal 4 Stunden begrenzt.

Der Tierpark Berlin beherbergt weniger Tiere als der Zoo, dafür kannst du auf den weiten Pfaden durch die Natur schlendern und das Schloss Friedrichsfelde erkunden, das 1685 erbaut wurde. Bis 15 Jahre kommst du für 7,00 € in den Tierpark.

 

5. Waffeln & Bubble Tea

Solltest du bei deiner Tour auf Waffeln und Bubble Tea stoßen, dann schau vorbei. Wähle deine Zutaten aus und kreiere deine persönliche Waffelkombination. Am Berliner Alexanderplatz kannst du z. B. deinen individuellen Bubble Tea mithilfe von 20 Sorten mischen.

 

6. Flohmarkt am Tiergarten

Wenn du nach Souvenirs oder Krimskrams für dein Zimmer suchst, bist du auf dem Trödel- sowie Kunst- und Handwerkermarkt am S Tiergarten exzellent aufgehoben. Die Auswahl ist riesengroß und es ist garantiert etwas für dich dabei. Samstags und sonntags zwischen 10 und 17 Uhr bieten hier unzählige Menschen Kuriositäten feil. Nimm am besten 2 bis 3 Stunden Zeit mit und stürze dich ins Getümmel!

 

7. Müggelsee & Müggelturm

Wenn du dich nach all‘ den Eindrücken in der City nach ein wenig Grün sehnst, habe ich bei sonnigem Wetter einen Tipp für dich: den Berliner Müggelsee! Er ist der größte See Berlins. Dort kannst du dir ein Kanu ausleihen, paddeln, schwimmen oder Bootfahren. Highlights sind der Spreetunnel, Rübezahl mit seinen Schwänen am Steg sowie der Müggelberg inklusive Müggelturm und seinem Waldlehrpfad um den Teufelssee herum.

Bis 14 Jahre kommst du für 2,00 € auf den Turm. Das Eis in dem Restaurant ist empfehlenswert.

 

8. Berlin Story Museum, ehemals Berliner Bunker

Interessierst du dich für Berlins nationalsozialistische Geschichte, solltest du im Berlin Story Museum in der Schöneberger Straße vorbeischauen. Das Museum, das sich in einem ehemaligen Bunker befindet, ist eines der führenden Museen weltweit auf dem Gebiet des Nationalsozialismus.

Ermäßigte Tickets gibt es für 4,50 € inklusive Audioguide. Möchtest du die aktuelle Ausstellung „Hitler – wie konnte es geschehen“ besichtigen, kostet der Eintritt ermäßigt 9,00 € und der Audioguide zusätzlich 1,50 €.

 

Hast du einen der 8 Berliner Orte besucht? Schreib gern einen Kommentar zu deinen Erfahrungen!

"Cursed - Die Auserwählte", Thomas Wheeler, Frank Miller, Foto: www.fischerverlage.de

»Aber unsere Liebe ist stärker als der Hass. Am Ende wird sie triumphieren. Die Liebe ist unser unzerreißbares Band, unsere eherne Kette, mit der wir dem Biest am Ende den Garaus machen werden.«

„Cursed – Die Auserwählte“ ist ein Netflix-Roman von Thomas Wheeler mit Illustrationen Frank Millers, der am 27. Mai 2020 beim Fischer Tor-Verlag erschien. Es handelt sich um den ersten Teil einer Reihe, die lose auf den verschiedenen Versionen der Artussage basiert.

Inhalt

Die 16-jährige Nimue erhält von ihrer Mutter, der Erzdruidin ihres heidnischen Volks, das Schwert Excalibur, das sie zu dem berühmten Zauberer Merlin bringen soll. Während die Roten Paladine im Namen der Kirche die heidnischen Völker ausrotten, findet Nimue Verbündete in den Geschwistern Morgan und Artus. Gemeinsam schützen sie hunderte Vertreter des heidnischen Fey-Volks, bis die lebenswichtigen Acker brennen und die Fey auf der Suche nach einer neuen Zuflucht die schützenden Höhlen verlassen müssen. Die Ereignisse spitzen sich zu, Nimue ruft sich zur Königin der Fey aus, König Uther sowie der Papst beanspruchen das Schwert Excalibur für sich. Um die Freiheit der Fey zu garantieren, tauscht Nimue sich und das Schwert gegen das Leben ihres Volks. Der Austausch ist von Verrat gezeichnet, Nimue wird lebensgefährlich verletzt und die Fey stehen kurz vor der Ausrottung.

Rezension: „Cursed – die Auserwählte“

„Cursed – Die Auserwählte“ ist episodisch als Serienformat geschrieben. Die Geschichte wird aus mehr als 12 Perspektiven erzählt, was mich an Games of Thrones erinnerte. Die Figuren lehnen sich an die Artussage an. Einige von ihnen sind wiedererkennbar und haben einen überraschenden Twist. Hier z. B. Lancelot, ein Fey, für die Kirche kämpft, in ihrem Namen Angehörige seines eigenen Volks tötet und sich erst bekehren lässt, als er auf Gawain, den grünen Ritter, und Parcival trifft. Leider bleiben viele der Charaktere flach. Arthur gehört zu den wenigen, die eine Entwicklung durchmachen dürfen. In seinem Fall vom Angsthasen zum Ritter. In dem Roman herrscht jede Menge Gewalt. Es wird gemordet, gefoltert, geköpft, tote Kleinkinder auferweckt und viele, viele Knochen gebrochen und Gliedmaßen abgehackt. Es gab Szenen, da wollte ich das Buch beiseitelegen und habe nur weitergelesen, um diese Rezension schreiben zu können.

Insgesamt sorgt „Cursed – Die Auserwählte“ für nette Unterhaltung. Es hat seine Höhen und Tiefen. Auf der einen Seite ist es spannend geschrieben, auf der anderen laden die blutreichen Stellen jedoch nicht zum Weiterlesen ein. Denjenigen, die Fantasy mögen oder eine neue Adaption der Artussage lesen möchten, kann ich diesen Roman empfehlen. Wer einen schwachen Magen hat oder Gewalt gegen Frauen und Kinder verabscheut, sollte lieber die Finger von dem Buch und der Serie lassen.

3/5 ⭐

 

Vielen Dank an den FISCHER Tor-Verlag sowie NetGalley, die mir diesen Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.